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Medikament macht Krebszellen wehrlos gegen Chemotherapie

Forscher der University of Glasgow haben eine Möglichkeit gefunden, Krebszellen gegen eine Chemotherapie wehrlos zu machen. Karzinome sprechen häufig auf die Behandlung an, werden aber in der Folge resistent. Dieser Mechanismus wird laut BBC durch den Einsatz des Medikaments Decitabine zerstörbar. Tests mit Zellen von Eierstock- und Dickdarmkrebs wurden bereits erfolgreich durchgeführt. Diese Zellen reagierten wieder auf eine Behandlung und konnten durch eine Reihe von Medikamenten effektiver vernichtet werden, berichten die Forscher in der Cancer Research Campaign.

Erst der Verlust einer ihrer Schlüsselfunktionen ermöglicht Krebszellen den Aufbau eines Schutzes gegen die Chemotherapie. Normale Zellen und behandelbare Zellen, verfügen über ein System, das Fehler in der DNA entdeckt und sicherstellt, dass diese Gene nicht mehr mutieren. Das gleiche Reparatursystem wird durch eine Chemotherapie ausgetrickst, damit diese Zellen Selbstmord begehen. Verlieren Zellen dieses Reparatursystem, werden sie gegen eine Behandlung resistent.

Die Forschungen des Teams um Robert Brown konzentrierte sich darauf, wie Zellen dieses Reparatursystem verlieren und wie durch die Wiederherstellung dieses Systems eine Empfindlichkeit sichergestellt werden kann. Die Wissenschaftler entdeckten, dass bei vielen resistenten Krebszellen, mehrere Schlüsselgene wie hMlh1 durch die so genannte DNA-Methylierung ausgeschalten waren. Dieses Ausschalten scheint wiederum zum Verlust des Reparatursystems zu führen. Durch die Behandlung mit Decitabine, das die Methylierung wieder rückgängig machen kann, beginnt dieses System wieder zu arbeiten.

pte
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