Medikament unterdrückt Menstruation - wissenschaft.de
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Medikament unterdrückt Menstruation

Wissenschaftler des Oregon Regional Primate Research Center haben Tierversuche mit zwei Medikamenten, die eine Menstruation sicher unterdrücken, erfolgreich abgeschlossen. Die Mittel mit den Kürzeln ZK 137 316 und ZK 230 211 sollen Frauen mit Menstruationsproblemen helfen und in Einzelfällen eine Entfernung der Gebärmutter überflüssig machen.

Je nach Dosis erlaubt ZK 137 316 einen Eisprung und verhindert die Menstruation, ZK 230 211 unterdrückt beides. Beide Antiprogestine wurden an Makaken getestet, die wie die Menschen menstruieren. Innerhalb von 41 Tagen nach der Beendigung der Einnahme war der normale Menstruationszyklus wieder hergestellt, berichten die Forscher in Human Reproduction.

Beide Medikamente blockieren die Wirkung von Östrogenen auf die Innenseite der Gebärmutter. Sie verhindern so laut BBC den potenziell gefährlichen Aufbau endometrialer Zellen, der bei einer Blockierung der Menstruation auftreten kann. Der leitende Wissenschaftler Robert Brenner erklärte, dass ein Vorteil der neuen Medikamente die sehr geringen Dosen seien. Das bedeute, dass eine Unterdrückung der Periode entsprechend den individuellen Bedürfnissen möglich sei. Die Möglichkeit einer zuverlässigen Unterdrückung der Menstruation könne die Lebensqualität von Frauen entscheidend verbessern. „Ich möchte aber betonen, dass es hier nicht nur um Fragen des Lebensstils geht, sondern um Erleichterung für die vielen Frauen, die jahrelang unter Endometriose und schweren Blutungen leiden.“

Die beiden getesteten Medikamente sollen laut Brenner in einigen Jahren auf den Markt kommen. Derzeit arbeitet das Team bereits an der nächsten Medikamentengeneration, die bei Krankheiten wie Endometriose präventiv eingreifen können. Bei Endometriose handelt es sich um eine schwierig zu behandelnde Erkrankung, bei der Zellklumpen von der Gebärmutter in andere Organe im Beckenbereich wandern. Die Folge können Menstruationsschmerzen und Unfruchtbarkeit sein.

pte
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