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Mikrobläschen machen heranwachsende Tumoren sichtbar

Mithilfe von Millionen winziger Gasbläschen können amerikanische Forscher Blutgefäße in Tumoren im Ultraschallbild sichtbar machen. Mit der im Fachmagazin Circulation (10.1161/01.CIR.0000080326.15367.0C) beschriebenen Methode können Tumoren bereits sehr früh erkannt werden.

Die Mikrobläschen werden in die Blutbahn gespritzt und sammeln sich ausschließlich in neu gebildeten Blutgefäßen. Möglich macht dies ein bestimmtes Molekül auf der Oberfläche der Bläschen, das sich nur an Zellen von wachsenden Blutgefäßen anheftet. Ein ebenfalls in die Oberfläche der Kügelchen eingebautes Kontrastmittel lässt die Blutgefäße im Ultraschallbild aufleuchten.

Das Wachstum neuer Blutgefäße, auch Angiogenese genannt, geht der eigentlichen Tumorbildung im umgebenden Gewebe voraus. „Je mehr Angiogenese, desto agressiver sind die Tumoren“, sagt Studienleiter Jonathan Lindner von der Universität von Virginia in Charlottesville.

Mit der von den Forschern an Ratten bereits erfolgreich eingesetzte neuen Methode können Mediziner nicht nur die Ursprungstumoren früher entdecken, sondern auch Metastasen schneller erkennen. Die Mediziner hoffen nun, dieses schonende und praktisch nebenwirkungsfreie Diagnoseverfahren bald auch beim Menschen einsetzen zu können.

ddp/bdw ? Ilka Lehnen-Beyel
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