Der Wasserschlauch nutzt einen physikalischen Trick Mit Saugen zur Beute - wissenschaft.de
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Der Wasserschlauch nutzt einen physikalischen Trick

Mit Saugen zur Beute

Die Falle des Wasserschlauchs ist mit Wasser gefüllt, welches durch Drüsen herausgepumpt wird. Hierdurch wird ein Unterdruck im Falleninnern erzeugt und elastische Energie in den Fallenwänden gespeichert. Eine Tür, an welcher sich vier hervorstehende Auslösehaare befinden, verschließt den Falleneingang wasserdicht. Werden diese Haare von einem Beutetier berührt, so öffnet und schließt sich die Fallentür im Bruchteil einer Sekunde, und die gleichzeitig auftretende Entspannung der Fallenwand führt dazu, dass Wasser und Beutetier eingesaugt werden. Der Fangvorgang dauert weniger als eine Millisekunde und zählt somit zu den schnellsten bekannten Pflanzenbewegungen überhaupt.

Beutetiere werden mit bis zu 600facher Erdbeschleunigung eingesaugt, was ein Entkommen unmöglich macht. Die Deformation der Fallentür umfasst eine komplette Umkehr der Krümmung, die in mehreren Schritten abläuft. Diese ultraschnelle, komplexe und zugleich genaue und sich vielfach wiederholende Bewegung wird durch spezielle Anpassungen der Fallentürstruktur ermöglicht. Die Forscher konnten diesen Vorgang unterstützend durch numerische Simulationen und theoretische Modelle nachweisen.

Bild: Zwei „Fleischfresser“ unter sich. Ein Teichfrosch und der Wasserschlauch. (Fotolia)
© natur.de – natur Redaktion
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