Nachgefragt Bruno Rudolf - wissenschaft.de
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Erde+Klima Umwelt+Natur

Nachgefragt Bruno Rudolf

Eine plötzliche Verschiebung des globalen Klimas wird zur Bedrohung für das Leben auf der Erde. Überschwemmungen, Hagel und Temperatureinbrüche leiten eine neue Eiszeit ein. Das ist die erschreckende Vision im neuen Film von Roland Emmerich „The Day After Tomorrow“, der Ende Mai in die Kinos kommt. Beim Deutschen Wetterdienst hat man sich diesen Film bereits angeschaut. Wir haben dort bei dem Niederschlagsklimatologen Bruno Rudolf nachgefragt, wie das Klima-Szenario aus Hollywood zu bewerten ist.

Wie realistisch schätzen Sie das Szenario von Emmerich zur neuen Eiszeit ein?

Der Film ist natürlich stark überzeichnet. Zugegeben – Extremereignisse wie Hagelstürme, Sturmfluten, Überschwemmungen oder Trockenheiten nehmen seit Erfassung der Klimastatistiken langsam zu. Aber eine Eiszeit entsteht nicht von heute auf morgen. Der Prozess zieht sich im Mittel über 80 000 Jahre hin.

Welche Klima-Probleme werden uns kurzfristig einholen?

Unsere aktuelle Sorge ist die globale Erwärmung. Selbst wenn wir die Emission von CO2 und anderen Treibhausgasen massiv reduzieren, schreitet sie weiter voran. Denn das Klima reagiert in der Regel sehr träge. So müssen wir uns in den nächsten 50 bis 100 Jahren zunehmend auf Extremwetterlagen einstellen.

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Wie könnten die aussehen?

Im Zuge der globalen Erwärmung wird es zunehmend trockener und die Verdunstung steigt. Damit sind regional auch vermehrt Starkniederschläge zu erwarten. Allerdings haben wir derzeit örtlich und zeitlich eher wechselhaftes Wetter. Während etwa Westeuropa und Polen im letzten Jahr über extreme Trockenheit und Hitze klagten, war es in Westrussland ungewöhnlich feucht und kühl.

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