Neuer Test zur Früherkennung von Alzheimer - wissenschaft.de
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Neuer Test zur Früherkennung von Alzheimer

Ein neues Diagnose-Verfahren zur Früherkennung von Alzheimer hat ein amerikanisch-schwedisches Forscherteam entwickelt. Bisher gilt die Alzheimer-Krankheit als notorisch schwer zu diagnostizieren, weshalb Ärzte meist erst eingreifen, wenn bei einem Patienten schon große Teile des Gehirns zerstört wurden. Über die ersten erfolgreichen Versuche mit dem neuen Verfahren berichtet das Magazin Science auf seinen Internet-Seiten.

Wirklich sicher kann Alzheimer bisher erst nach dem Tod eines Patienten durch eine Autopsie festgestellt werden. In den Gehirnen der Betroffenen finden Ärzte mit dem Auge erkennbare Ablagerungen, so genannte „Plaques“. Nach Meinung vieler Forscher wirken die Plaques wie Gift und zerstören Nervenzellen.

Amerikanische Forscher der Universität Pittsburgh haben nun ein gut verträgliches Molekül entwickelt, dass durch die Blutbahn ins Gehirn gelangt und sich dort an eventuell vorhandene Plaque anlagert. Markieren Ärzte das Molekül mit der Bezeichnung PIB vor der Verabreichung radioaktiv, können sie anschließend mit einem Hirnscan schauen, ob und wo im Kopf der Patienten das Molekül auf Plaques gestoßen ist.

Forscher um Henry Engler von der Universität Uppsala in Schweden haben nun erstmals mit Versuchen an neun mild erkrankten Patienten gezeigt, dass dieses Vorgehen tatsächlich in einer Klinik praktizierbar ist. Auf einem Monitor erkannten sie nach einem Hirnscan deutlich die Ablagerungen. Die Plaques hatten sich bei den Patienten ausgerechnet im Stirn- und Scheitellappen gebildet, die als Zentren für höhere Denkprozesse gelten.

ddp/bdw – Andreas Wawrzinek
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