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Nur noch wenige Tote durch Rinderwahnsinn-Epidemie in Großbritannien?

Britische Forscher schätzen die Zahl möglicher Opfer durch die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) sehr viel positiver ein als noch vor wenigen Monaten. Sind einige Wissenschaftler bei der von Rindern auf den Menschen übertragenen Krankheit bisher von bis zu 50.000 Toten ausgegangen, rechnen Forscher des Imperial College in London nach neuen Schätzungen nun mit etwa 40 Toten in den nächsten achtzig Jahren, berichtert das Online-Magazin „BioMed Limited ? Infectious Diseases“.

Das Datenmaterial für Prognosen sei viel genauer geworden, erklären die Forscher die abweichenden Zahlen. So weiß man nun, dass die durchschnittliche Inkubationszeit, bis zu der die Krankheit ausbricht, etwa 12,6 Jahre beträgt. Nach etwa zwei weiteren Jahren sterben die Betroffenen. Auch kenne man jetzt genetische Besonderheiten der möglichen Opfer, die in die Berechnungen einbezogen wurden.

Dennoch gibt es immer noch Unsicherheiten in der Vorhersage, weshalb die Zahl der Toten im ungünstigsten Fall auf bis zu 540 hochschnellen könnte, räumen die Forscher ein. Zudem hätten sie in ihrer Schätzung nicht die möglichen Toten berücksichtigt, die nicht durch den Genuss von Rindfleisch infiziert wurden, sondern auf anderen Wegen wie etwa durch verseuchte Instrumente in Operationssälen.

Auch angesichts der jüngsten Todesmeldungen erscheint die Prognose der Forscher optimistisch: Bisher sind in England mindestens 129 Menschen an vCJD gestorben. Allein im vergangenen Jahr erlagen 17 Menschen dem Leiden. Sollte sich die Prognose der Forscher dennoch bewahrheiten, müsste die Zahl der Toten in den kommenden Jahren drastisch sinken.

ddp/bdw ? Andreas Wawrzinek
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