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Umwelt+Natur

Nutztiere im Wandel der Zeit

Schwarz-weiße Milchkühe auf der Weide
(Bild: Adobe Stock, Countrypixel)

Der Mensch domestiziert Tiere seit zehntausenden von Jahren und nutzt sie als Arbeitshelfer oder als Lieferant für Nahrung und weitere Produkte. Die ursprünglichen Wildtiere haben sich dabei im Laufe der Zeit immer wieder verändert, zahlreiche neue Züchtungen sind entstanden. Ein Blick durch die Geschichte mit vielen Beispielen.

Die Basis: Was bedeuten Domestizierung und Zähmung?

Die Basis für die Entwicklung von Wildtieren und Nutztieren besteht in deren Domestizierung und Zähmung. Daher ist es sinnvoll, zunächst einen genaueren Blick auf die Anfänge und Fortläufe in diesem Bereich zu werfen. Dieser dient als Basis für das Verständnis der Entwicklungen in einzelnen Bereichen der Nutztierhaltung.

Zähmung

Zähmung bedeutet zunächst, dass ein Wildtier lernt, mit dem Menschen zu leben. Es sieht ihn nicht mehr als Feind oder Gefahr an. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass Angriffe ausbleiben und Mensch und Tier problemlos nebeneinander leben können. Als wichtige Basis dafür dient der Aufbau einer Vertrauensbeziehung. Dabei liegt der Fokus auf dem individuellen Tier, nicht auf der ganzen Art.

Noch heute ist die Zähmung von Tieren in einigen Bereichen gängig. Dies zeigt sich zum Beispiel anhand eines Zirkusbetriebes. Hier treten wilde Tiere wie Löwen und Elefanten auf, die gezähmt wurden. Das heißt jedoch nicht, dass alle Tiere dieser Art entsprechend „wohlwollend“ auf ein Zusammentreffen mit Menschen reagieren.

Domestizierung beziehungsweise Domestikation

Der Begriff Domestizierung leitet sich vom lateinischen „Domus“ ab, was so viel bedeutet wie „Haus“. Daran zeigt sich bereits der Inhalt des Wortes: Die Tiere entwickeln sich im Rahmen dieses Prozesses hin zu nützlichen Begleitern und Helfern für den „Hausgebrauch“.

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Dabei geht es nicht um einzelne Individuen in der Tierwelt, sondern um eine ganze Art. Diese verändert sich genetisch über einen langen Zeitraum. Daraus entwickelt sich eine neue Tierart, die mit dem Wildtier kaum noch zu vergleichen ist. Umgesetzt wird dieser Prozess durch den Menschen in Form von Züchtung. Ein allseits bekanntes Beispiel für dieses Ausmaß der Veränderung bietet die Abstammung des Hundes vom Wolf.

Historisches und Anfänge

Die Geschichte der Domestizierung vieler Tierarten wird von der Wissenschaft umfangreich untersucht. Dabei ergeben sich immer wieder neue Erkenntnisse, die wiederum Fragen aufwerfen.

Ein Beispiel hierfür liefert die Domestikation von Pferden. Hier schien die ursprüngliche Wildform lange klar, im Jahr 2018 kam eine Untersuchung jedoch zu einem anderen Ergebnis.

Eine Grundlage für die Forschung zum Thema Domestikation liefern archäologische Funde. Festhalten lässt sich, dass die Domestizierung von Tieren je nach Art in vielen Fällen bereits vor mehreren tausend Jahren, teilweise sogar von zehntausenden Jahren begann.

Dabei spielten für die Anfänge mehrere Regionen auf der Welt eine Rolle. Unter anderem in Asien, in Afrika und auf den amerikanischen Kontinenten begann die Domestizierung. Der nahe Osten hat ebenfalls eine Relevanz.

Tiere als Fleischlieferant – Von damals bis heute

Eine Art, Tiere als Nutztiere zu verwenden, besteht in ihren Gebrauch als Fleischlieferanten. Allerdings begann dies bereits vor der Domestikation und Zähmung in Form der Jagd auf Wildtiere.

Zudem wird davon ausgegangen, dass neben dem Erlegen zu Beginn auch Aas durch den Menschen verspeist wurde. Die Anfänge dieser Nahrungsform liegen mehr als eine Million Jahre zurück.

In späteren Jahrtausenden wurden die Wildtiere dann zusammengetrieben und erstmals in einer Art Gehege gehalten. Dies sorgte für eine gesteigerte Effizienz beim Erlegen und Verarbeiten der Beute.

Fleischkultur, Nachfrage und Züchtungen

In den letzten Jahrtausenden entwickelte sich zunehmend eine Fleischkultur. Dabei wurden je nach Religion und kulturellem Hintergrund zwischen den verschiedenen Sorten deutliche Unterschiede gemacht.

Bis heute ist es Anhängern mehrerer Glaubensrichtungen verboten, Schweinefleisch zu essen. Auch kulturell bedingt kamen Tabus auf, die sich heute noch zeigen. So ist es in den westlichen Regionen der Welt zum Beispiel verpönt, Hunde- oder Katzenfleisch zu essen.

Pferdefleisch ist ebenfalls für viele Menschen in den hiesigen Gefilden ein Tabu, obwohl es auch Metzgereien gibt, die sich darauf spezialisieren. Neben der engen Bindung zum Pferd lässt sich dies womöglich auf ein Verbot zurückführen, das im Jahr 732 von Papst Gregor III erlassen wurde.

Im Mittelalter war es vor allem reicheren Menschen und dem Adel vorbehalten, Fleisch zu essen. In der Neuzeit wiederum wurden zunehmend Haltungs-, Mast- und Zuchtmethoden zur Fleischgewinnung entwickelt und verfeinert.

So entstand ab einem bestimmten Punkt der Handel mit Fleisch, es erfreute sich einer großen Verbreitung und Beliebtheit. Der Wert des jeweiligen Fleisches äußerte sich nach wie vor darin, dass die Zugänglichkeit von bestimmten Sorten und Produkten vom gesellschaftlichen Stand der jeweiligen Person abhing.

Im 18. Jahrhundert kamen gezielte Züchtungen auf, die darauf abzielten, dass Schweine mehr Fleisch liefern. Sie entwickelten sich zunehmend weg vom ursprünglich wilden Schwein. Durch das Hauptziel der Fleischleistung wurden die Schweine der entsprechenden Rassen immer mehr zu reinen Nutztieren, die ausschließlich zur Bedienung einer Nachfrage des Menschen da sind.

Massenproduktion des Fleisches

Im 20. Jahrhundert verbreitete sich das Fleisch weiter in der Gesellschaft. Der Konsum nahm massiv zu. Unter anderem lag dies daran, dass die Lagerungsmöglichkeiten durch die Erfindung des Kühlschranks für Privatpersonen immer einfacher wurden.

Das Fleisch erfreute sich gerade zur Mitte des letzten Jahrhunderts einer rasant wachsenden Beliebtheit. So stieg der Pro-Kopf-Konsum von Schweinefleisch in Deutschland zwischen den Jahren 1950 und 1960 um 11 Kilo, nämlich von 19 auf 30 Kilogramm. Noch rasanter war die Entwicklung im gleichen Zeitraum bezüglich des Verzehrs von Geflügel.

Die entsprechend große Nachfrage musste bedient werden. In den 70er-Jahren kam zum ersten Mal der Begriff der Massentierhaltung in der Debatte und in einer Verordnung auf. Von der einfachen Haltung beim Bauern entwickelte sich die Sparte des Fleisches in den letzten 50 Jahren immer mehr zu einer Industrie. Statt auf einer Weide wurden und werden große Zahlen von Nutztieren in Ställen auf engstem Raum gehalten. Hieran entzündete sich eine zunehmende Kritik.

Qualitätsunterschiede, Rassen und Spezialitäten in der heutigen Zeit

Heutzutage gibt es auf dem Markt deutliche Unterschiede bezüglich Qualität und Preis. Fleisch ist nahezu für jeden erschwinglich, die günstigen Varianten aus der Massentierhaltung sind allerdings um einiges weniger hochwertig als zum Beispiel Bio-Fleisch.

Dennoch ist die günstige Ware stark nachgefragt. Der Preiskampf bringt dabei Nachteile für die Bauern mit sich. Zum Beispiel hatte Lidl die Preise für das Schweinefleisch Ende 2020 kurzfristig erhöht, diesen Schritt jedoch aufgrund von daraufhin zurückgegangenen Verkäufen wieder zurückgenommen.

Abseits der Massenproduktion gibt es Verbraucher, die eine hohe Qualität zu schätzen wissen und daher zunehmend auf Bio-Fleisch setzen. Eine entsprechende Haltung kommt oftmals dem Wohl der Tiere zugute.

Mittlerweile wird ein Großteil des Schweinefleisches in Deutschland nur aus vier Rassen und entsprechenden Kreuzungen gewonnen. Diese sind:

  • Deutsches Edelschwein,
  • Deutsche Landrasse,
  • Duroc und
  •  

Gemeinsam haben diese Rassen neben einer effizienten Futterverwertung und einem schnellen Wachstum das hohe Gewicht beim Schlachten. Zudem verfügen sie über eine gute Fruchtbarkeit.

Des Weiteren gibt es heutzutage einige Fleischarten, die als echte Spezialitäten gelten und daher leidenschaftliche Anhänger haben. Dazu gehört unter anderem das Wagyu, eine besondere Sorte des Rindfleisches – und eine der bekanntesten und begehrtesten Sorten weltweit. Seinen Ursprung findet es in Japan. Entstanden ist es in seiner heutigen Form Mitte des 20. Jahrhunderts, als die anfängliche Wagyu Rasse mit verschiedenen Rinderarten aus Europa gepaart wurde. So wurde aus dem Arbeitstier allmählich eine Delikatesse.

Schweinefleisch gibt es ebenfalls in besonderen Sorten. Bekannt ist das Iberico-Fleisch. Die Iberico-Schweine wachsen in Spanien in Freilandhaltung auf und fressen Korkeicheln, was für ein besonderes Aroma sorgt. Dies schlägt sich je nach Anbieter und Stück in Preisen von ungefähr 30 bis 50 Euro pro Kilo nieder.

Weitere tierische Nahrungsmittel

Neben dem Fleisch liefern Tiere weitere Nahrungsmittel. Dazu gehören vor allem Eier und Milch. Zweitere ist zudem die Basis für viele Produkte wie Käse, Quark und Joghurt.

Milch und Milchprodukte

Dabei ist die Geschichte der Milch als Nahrungsmittel um einiges kürzer. Erst seit weniger als 10.000 Jahren wird sie von Menschen genutzt. Dabei gibt es eine handfeste Überraschung. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Milch zu Käse verarbeitet und in dieser Form verspeist wurde, bevor sie als Getränk verbreitet war.

Dies liegt daran, dass der menschliche Körper in früheren Jahrtausenden nur bis zu einem gewissen Alter in der Kindheit mit Laktose zurechtkam. Anders ausgedrückt, waren alle Erwachsenen damals laktoseintolerant.

Der Käse, der aus der Milch produziert wurde, war allerdings nahezu frei von Milchzucker und somit genießbar. Die Flüssigkeit selbst konnte erst mithilfe einer Genmutation im menschlichen Körper konsumiert werden.

Diese Laktasepersistenz entstand in Europa und breitete sich schnell aus, was wiederum zu Vorteilen bei der Frage der Lebensmittelversorgung führte. Gleichzeitig entstand natürlich über die Zeit eine entsprechende Nachfrage.

Daher wurden gerade in den letzten Jahrhunderten zunehmend Rindersorten gezüchtet und gehalten, die diese erfüllen können. Um das 19. Jahrhundert wurde zum Beispiel in Norddeutschland, in den Niederlanden und Dänemark das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind gezüchtet.

Lange galt es hierzulande als absolute Speerspitze der Milcherzeugung. Abgelöst wurde es Mitte des 20. Jahrhunderts vom Holstein-Fresian-Rind, welches noch höhere Leistungen erbringt. Der Ursprung seiner Züchtung liegt in einem ähnlichen Zeitraum. Heute setzt die Industrie in der Milcherzeugung nahezu ausschließlich auf diese Rasse.

Eier

Auch Eier spielen in der tierischen Ernährung der Menschen eine Rolle. Ähnlich wie für Fleisch und Milch, wurden und werden hierfür zunehmend Legehennen gezüchtet, die auf eine hohe Leistung kommen. Diese kann bei 200 bis 300 Eiern pro Jahr liegen.

Zum Vergleich: Wildhühner legen nur deutlich weniger als 100 Eier pro Jahr. Für die Leistung der Tiere sind neben der Zucht das richtige Futter sowie die Tiermedizin entscheidend. Mittlerweile wird für eine weitere Verbesserung und Aufrechterhaltung der Leistung auf die Hybridzucht gesetzt. Dabei werden verschiedene bereits sehr leistungsfähige Rassen gekreuzt.

Tiere als Basis für Kleidungsstücke

Eine weitere Art, wie Tiere für die Zwecke des Menschen genutzt werden, ist die Herstellung von Kleidung. Zu Beginn der Geschichte dieses Bereiches wurden einfache Tierfelle zum Schutz vor Kälte genutzt. 

Mittlerweile haben viele Teile der Kleidung tierischen Ursprung. Unter anderem zählen zu den Produkten, die in der Kleidung verarbeitet werden,

  • Leder,
  • Wolle und
  • Horn – zum Beispiel für Knöpfe.

Gezielte Zucht für Wolle – Das Merinoschaf

Unter anderem Schafe werden für eine möglichst umfangreiche Wollproduktion gezielt gezüchtet. Besonders bekannt ist das Merinoschaf, welches heute in Australien umfangreich zur Wollproduktion genutzt wird.  

Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Rasse ausschließlich in Spanien verwendet. Später kam sie auch nach Deutschland, wo Kreuzungen wie das Merinolandschaf entstanden. Noch heute ist dieses in der Bundesrepublik eine Rasse, die einen großen Teil der Bestände ausmacht.

Das Besondere am Merinoschaf ist eine hohe Wollproduktion, die weit über die Leistungen der ursprünglichen Wildtiere hinausgeht. Zudem hat die Wolle eine hohe Qualität und ist daher teuer und beliebt.

Lederproduktion

Ebenfalls verwendet werden die Häute von Tieren in Form von Leder. Dabei ist dies eher ein Nebenprodukt anderer Nutzungen. So stammt ein beachtlicher Teil dieses Stoffes zur industriellen Verarbeitung von Rindern und Kühen, deren Kernnutzen in der Fleisch- und Milchproduktion liegt. Trotz der Eigenschaft als Nebenprodukt bietet das Leder ein rentables Geschäft.

In anderen Ländern wiederum gibt es spezielle Lederfarmen, in denen verschiedene Tierarten extra für diese Produktion gezüchtet werden. Dazu gehören etwa Krokodile und Schlangen.

Hieraus werden unter anderem Schuhe und Taschen gefertigt. Allerdings gibt es an diesem Vorgehen gerade in der westlichen Welt aus verschiedenen Gründen einige Kritik.

Transport- und Arbeitstiere

Auch im Bereich des Transportes und für verschiedene Arbeiten werden Tiere genutzt. Je nach Region waren und sind das

  • Pferde,
  • Kühe,
  • Esel,
  • Maultiere,
  • Elefanten und
  • Kamele

Transport von Gütern und Menschen

Vor allem in einer Zeit vor der Mobilität durch Motoren waren die Tiere für Transporte und die Mobilität von hoher Bedeutung. Sie waren sozusagen die einzige Möglichkeit, schwere Lasten über eine gewisse Distanz zu transportieren. So halfen die Tiere auch dabei, Handel und Wirtschaft voranzutreiben.

Zudem ermöglichten zum Beispiel Pferde dem Menschen, Strecken schnell und ohne große eigene Anstrengung zurückzulegen. Das Reiten auf Pferden begann vor über 5.000 Jahren, Elefanten werden zur Fortbewegung seit ungefähr 4.000 Jahren genutzt. Noch heute spielen Tiere in einigen Regionen der Welt für diese Arbeiten eine Rolle.

Weitere Arbeiten

Zudem wurden und werden verschiedene Tiere für Arbeiten in der Landwirtschaft eingesetzt. So sind sie zum Beispiel durch ihre Kraft eine große Hilfe bei Ziehen eines Pfluges. Hierfür wurden unter anderem Ochsen, Maultiere und Esel genutzt.

Diese Arbeit verrichten Tiere ebenfalls bereits seit mehreren Tausend Jahren. Allerdings übernehmen mittlerweile Maschinen wie Traktoren in vielen Teilen der Welt das Ziehen. Elefanten werden zudem beim Holzfällen eingesetzt. Vor allem in Indonesien verrichten sie noch heute Arbeiten, die damit im Zusammenhang stehen.

Probleme aufgrund der Haltung der Nutztiere

Jede der Formen der Nutztierhaltung bringt für den Menschen verschiedene Vorteile mit sich. Allerdings entstehen gleichzeitig Probleme und Nachteile, die sowohl die Tiere als auch die Menschen betreffen.

Tierwohl

Ein Aspekt ist das Tierwohl. Gerade durch das Ziel der Industrie, immer mehr zu produzieren, leiden viele Tiere in der Massentierhaltung unter den Bedingungen und unter dem Umfang ihrer Aufgaben und Leistungen.

So lässt zum Beispiel bei vielen Legehennen die Leistung bereits nach einem Jahr deutlich nach. Durch den Umfang des Eierlegens leiden die Tiere zudem unter verschiedenen Krankheiten wie Entzündungen und, je nach Haltungsform, Problemen mit den Knochen.

Des Weiteren ist die Haltung von Krokodilen in Lederfarmen in einigen Fällen alles andere als artgerecht. Daher wird von einigen Seiten ein Verbot dieses Leders in der Textilindustrie gefordert. Milchkühe leiden oftmals unter der hohen Belastung der Euter und anderer Organe, die durch die eigentlich übernatürliche Leistung entsteht.

Aufgrund dieser und anderer Leiden werden die Zucht sowie die von den Tieren erwarteten Leistungen immer wieder von Tierschützern kritisiert. In den Augen mancher Verbraucher sind dies ebenfalls unhaltbare Zustände.

Daher ist es wenig verwunderlich, dass es mittlerweile Betriebe gibt, die zunehmend auf eine Bio-Produktion setzen. Allerdings kann dies in einigen Fällen bei Weitem nicht alle Probleme lösen.

Zum Beispiel Milchkühe haben in vielen Biobetrieben zwar deutlich mehr Platz. Allerdings wird von ihnen hier je nach konkretem Betrieb ebenfalls eine über das natürliche Maß hinausgehende Leistung gefordert, was gesundheitliche Probleme mit sich bringt.

Nachteile für den Menschen

Für den Menschen sind einige heutige Formen der Nutztierhaltung ebenfalls problematisch. Diese bestehen von allem in Krankheiten, sogenannten Zoonosen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können und andersherum. Einige Beispiele für solche Erkrankungen sind:

  • BSE,
  • Ebola,
  • Schweinegrippe,
  • Vogelgrippe und
  • Covid-19.

Vor allem die Massentierhaltung hat diesbezüglich einige Nachteile. Da das Vieh auf engem Raum gehalten wird, besteht die Gefahr einer schnellen und nur schwer aufhaltbaren Ausbreitung eines Erregers.

Des Weiteren schürt der umfangreiche Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung das Risiko der Entstehung von resistenten Keimen. Entsprechende Krankheiten können dann nur noch schwer behandelt werden.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Tiere dem Menschen seit langer Zeit für dessen Zwecke dienen. Dazu gehören unter anderem die Gewinnung von Lebensmitteln, das Verrichten von Arbeiten sowie die Herstellung von Kleidung. Der jeweilige Beginn der Nutzung in den jeweiligen Bereichen unterscheidet sich jedoch zeitlich sehr deutlich. Zudem gab es durch Züchtungen große Entwicklungen bezüglich der Effizienz. Neben den vielen Vorteilen für den Menschen gibt es jedoch Nachteile, die vor allem im Wohl der Tiere sowie im Risiko der Ausbreitung von Krankheiten liegen.

07.09.2021

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