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Passivrauch gefährdet Kinder, auch wenn die Eltern nicht in der Wohnung rauchen

Selbst wenn Eltern nicht im Beisein ihrer Kinder rauchen, weisen diese trotzdem Spuren von Passivrauchen auf. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher vom Columbus Children’s Hospital, die Haarproben von Raucherkindern auf Cotinin untersuchten.

Das Stoffwechselprodukt Cotinin bildet sich im Körper, wenn dieser Nikotinemissionen ausgesetzt wird. Bei ihren Untersuchungen stellten die Wissenschaftler bei Kindern, deren Eltern nicht in der Wohnung rauchten, deutlich höhere Cotininwerte fest als in den Proben von Nichtraucherkindern.

„Unsere Studie zeigt, dass diese Kinder trotzdem Passivrauch ausgesetzt sind“, berichtet die Kinderärztin Judith Groner auf der Jahrestagung der „Pediatric Academic Societies“ (PAS) in Baltimore über das Ergebnis der Studie. Bei der Befragung der Eltern stellte sich heraus, dass sie zwar selbst zum Rauchen auf den Balkon oder in die Garage gingen, doch ihren Gästen schon den Griff zur Zigarette innerhalb der Wohnung erlaubten. Auch hat nach Erkenntnissen der Forscher die Einstellung der Eltern einen großen Einfluss auf die Cotininbelastung ihrer Kinder. Je mehr sich die Mütter und Väter über die Gesundheitsrisiken des Rauchens bewusst zeigten, desto geringere Mengen Cotinin fand sich in den Haarproben ihres Nachwuchses.

Birgit Maanen-Fenzel
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