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Pille kann Brustkrebsrisiko erhöhen

Gerade bei Frauen ab 45 steigert die Pille deutlich das Brustkrebsrisiko. Dies haben skandinavische und französische Forscher im Rahmen einer Studie an über 100.000 Frauen herausgefunden. Die überraschenden Ergebnisse präsentierten sie am 22. März auf der 3rd European Breast Cancer Conference in Barcelona.

Wissenschaftler aus Norwegen, Schweden und Frankreich analysierten Daten einer „Women?s Lifestyle and Health Study“ auf Zusammenhänge zwischen Pille und Brustkrebs. Die Studie verfolgte von 1991 bis 1999 das Verhütungsverhalten, den Lebensstil und die gesundheitliche Entwicklung bei über 100.000 skandinavischen Frauen im Alter von 30 bis 49 Jahren.

Frauen, die mit der Pille verhüten, besitzen im Durchschnitt ein um 58 Prozent erhöhtes Brustkrebsrisiko ? im Vergleich zu Frauen, die niemals zur Pille greifen. Das höchste Risiko nehmen Frauen über 45 auf sich, die weiterhin die Pille konsumieren. Bei ihnen tritt Brustkrebs um 144 Prozent häufiger auf. Generell steigert sich das Brustkrebsrisiko um 26 Prozent, sofern die Frauen über einen längeren Zeitraum oral verhüten. Kein erhöhtes Brustkrebsrisiko war nachweisbar bei den Frauen, die nur vor dem 20. Lebensjahr oder vor der ersten Schwangerschaft die Pille einnehmen.

Der Studienleiter Dr. Kumle vom Institute of Community Medicine in Tromso, Norwegen, relativiert die Ergebnisse jedoch: Das absolute Brustkrebsrisiko bei Frauen unter 40 ist extrem gering, wodurch Brustkrebsfälle stärker auffallen.

Markus Batscheider
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