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Umwelt+Natur

Pinguine in Hülle und Fülle

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595.000 Pinguine leben in der Antarktis - fast doppelt so viele wie bislang vermutet. Bild: British Antartic Survey
Am Südpol leben fast 600.000 Kaiserpinguine. Das hat die Auswertung von hochauflösenden Satellitendaten ergeben.

Kaiserpinguine ( Aptenodytes forsteri) besiedeln einen der entlegendsten Orte der Welt, die Antarktis. Ihre Kolonien sind schwer zu erreichen, und so konnten Wissenschaftler bislang nur schätzen, wie viele der Wasservögel dort tatsächlich leben ? 270.000 bis 350.000, war die bisherige Annahme. Einem Team um Peter Fretwell vom britischen Polarforschungsprogramm British Antarctic Survey in Cambridge ist es nun anhand von hochaufgelösten Satellitendaten gelungen, die Zahl der Tiere genauer zu bestimmen. Mit einem erfreulichen Ergebnis: Die Wissenschaftler stießen nicht nur auf sieben bis dahin unbekannte Kolonien, sondern zählten auch fast doppelt so viele Kaiserpinguine wie geschätzt: rund 595.000. Auf dem Schnee hebt sich das dunkle Gefieder der Wasservögel klar ab. Die hohe Auflösung der Satellitenbilder lässt die Unterscheidung einzelner Pinguine selbst von ihrem Schatten und ihrem Kot zu. Auf den Satellitenbildern zeichnet sich die Kolonie an der Halley Bay klar vom antarktischen Schnee ab. Bild: DigitalGlobe Anhand der Satellitendaten erstellten die Wissenschaftler diese Karte. Sie zeigt die Größe der insgesamt 44 Kaiserpinguin-Kolonien an. Bild: British Antarctic Survey ?Diese in der Antarktis zum ersten Mal angewandte Methode ist ein enormer Fortschritt für die Erforschung des dortigen Ökosystems. Denn sie ermöglicht es, diese entlegenen Gebiete aus der Ferne sehr genau zu untersuchen?, erläutert Team-Mitglied Michelle LaRue von der University of Minnesota in Minneapolis. ?Aktuelle Forschung geht davon aus, dass die Kolonien der Kaiserpinguine durch den Klimawandel stark beeinträchtigt werden. Eine exakte Zählung der Vögel, die jederzeit wiederholt werden kann, lässt uns Veränderungen genau nachvollziehen?, ergänzt Studienleiter Phil Trathan vom British Antarctic Survey in Cambridge. Zu Fuß sind die entlegenen Kolonien der Kaiserpinguine schlecht zu erreichen ? zumal die Temperaturen oft unter minus 50 Grad liegen. Foto: British Antarctic Survey

Peter Fretwell (British Antarctic Survey, Cambridge) et al.: PLoS ONE, doi: 10.1371/journal.pone.0033751 © wissenschaft.de ? Marion Martin
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