Prügelnde Kinder: Gehirn begünstigt Eskalation der Gewalt - wissenschaft.de
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Prügelnde Kinder: Gehirn begünstigt Eskalation der Gewalt

Wenn zwei prügelnde Kinder sagen, der andere habe damit begonnen stärker zuzuschlagen, haben aus ihrer Perspektive beide recht. Ihr Gehirn hat sie in die Falle tappen lassen. Das erklärt ein britischer Forscher im Fachmagazin Science (Ausg. 301, S. 187).

Der Hirnforscher Sukhwinder Shergill von der Universität London hat Testpersonen „Wie du mir, so ich dir“-Situationen durchspielen lassen. Probanden sollten den Finger eines Partners so stark drücken, wie der eigene Finger zuvor vom Gegenüber gedrückt wurde. Das Ergebnis: Der Druck auf die Finger wurde von mal zu mal stärker.

Das Gehirn kann sehr gut einschätzen, wieviel Kraft auf den eigenen Körper ausgeübt wird, erklärt Shergill. Es scheint aber so organisiert zu sein, dass es selbst ausgeübte Kraft unterschätzt. Wenn prügelnde Kinder einstecken, wissen sie daher sehr genau, was sie ertragen mussten. Wenn sie jedoch austeilen, unterschätzen sie die Wucht ihrer Schläge.

ddp/bdw ? Andreas Wawrzinek
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