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Scheidung liegt in den Genen – Heirat nicht

Bei Scheidungen spielen auch Gene mit, bei einer Heirat nicht. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher nach der Untersuchung von 8.000 Zwillingspaaren.

Ein Forscherteam um Beth Jerskey und Michael Lyons von der Boston University in Massachusetts untersuchte Heirats- und Scheidungsraten von eineiigen männlichen Zwillingen, deren Gene identisch sind. Als Kontrollgruppe dienten zweieiige Zwillinge. Ihre Gene entsprechen sich nur zu rund 50 Prozent. Bei eineiigen Zwillingspaaren fanden die Forscher eine größere Übereinstimmung im Scheidungsverhalten als bei zweieiigen. Dies lasse den Schluß zu, dass Gene bei einer Scheidung eine Rolle spielen, berichten Jerskey und Lyons im Wissenschaftsmagazin „New Scientist“.

Für das Heiraten traf dies nicht zu. Offensichtlich ist die Entscheidung, zu heiraten stärker durch Umwelteinflüsse und Erlebnisse bedingt, so Michael Lyons. Ob junge Menschen sich für eine Heirat entscheiden, hänge meist davon ab, wie gut die Ehe der Eltern verlaufen sei. Erfahrungen würden so genetische Veranlagungen zunächst verdrängen. Erst später kämen diese wieder zur Geltung. Drogen- und Alkoholmissbrauch oder Depression der Ehepartner seien oft Auslöser für eine Scheidung. Diese Faktoren seien ebenfalls genetisch beeinflusst.

Almut Bruschke-Reimer
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