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Schlüsselmechanismus der Sucht entdeckt

Kokain, Nikotin und Alkohol sind chemisch gesehen sehr verschieden, binden an unterschiedliche Stellen im Gehirn und wirken auch verschieden. Dennoch haben amerikanische Forscher einen Schlüsselmechanismus entdeckt, den diese Drogen gemeinsam haben. Dieser Mechanismus könnte eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Drogenabhängigkeit spielen.

Alle abhängig machenden Drogen und auch Stress wirken auf ein bestimmtes Areal im Mittelhirn, berichten Robert Malenka und seine Kollegen im Fachmagazin Neuron (Bd.37, S. 577). Dadurch wird dieser Teil des Gehirns überempfindlich und schüttet vermehrt Dopamin aus. Dieser Botenstoff sorgt unter anderem für Wohlbefinden. Bei psychoaktiven Substanzen, die nicht abhängig machen, haben die Forscher diesen Effekt nicht beobachtet.

Die Entdeckung dieses Schlüsselmechanismus könnte auch erklären, warum viele Abhängige unter Stress wieder rückfällig werden, sagen die Forscher. Sie könnte außerdem dazu beitragen, ein universelles Mittel im Kampf gegen Abhängigkeit zu finden, hoffen die Forscher.

Birgit Schätz
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