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Schnuller-Alarm

Wer sein Kind zu lange an Schnullern, Babyfläschchen oder dem Daumen nuckeln lässt, erhöht damit wahrscheinlich das Risiko für Sprachstörungen. Zu diesem Schluss kamen amerikanische Forscher, als sie Nuckelverhalten und Sprachentwicklung von 128 Vorschülern untersucht hatten.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass sich Anatomie und Funktion des Sprechapparats verzögert entwickeln, wenn Kleinkinder über den normalen Stillzeitraum hinaus an Schnullern oder anderen Gegenständen saugen. Die Forscher um Mary Parada interessierte nun die Frage, inwieweit die dauerhafte Verwendung von Schnullern und Co auch Sprachstörungen verursachen kann.

In ihrer Studie legten sie daher den Eltern der Vorschulkinder im Alter von drei bis fünf Jahren einen Fragebogen vor, in dem sie zunächst angeben mussten, ob und wie lange die Kinder gestillt oder ob sie mit dem Fläschchen gefüttert worden waren. Zudem wurde abgefragt, ob die Kinder regelmäßig einen Schnuller bekommen, am Daumen genuckelt oder an einem anderen Gegenstand gesaugt hatten. Auch hier interessierte die Forscher zudem das Alter, in dem die Kinder mit dem Nuckeln aufgehört hatten.

Ein Sprachpathologe beurteilte anschließend anhand eines Standardtests die Sprachentwicklung der Kinder. Beim Datenabgleich kamen die Wissenschaftler zu folgendem Ergebnis: Kinder, die drei Jahre oder länger an einem Schnuller oder Daumen nuckelten, hatten dreimal häufiger Sprachstörungen als Kinder, die bereits früher entwöhnt worden waren. Eltern sollten sich also gut überlegen, ob sie ihr Kind an einen Schnuller gewöhnen wollen.

Mary Parada (University of Washington, Seattle), BMC Pediatrics, doi: 10.1186/1471-2431-9-66 ddp/wissenschaft.de ? Mascha Schacht
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