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Umwelt+Natur

Schweine wie wir

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Schweine ähneln uns Menschen. (Foto: Cultura/Glow Images)
Schweine ähneln uns Menschen in ihrer Physiologie und Entwicklung – und in Sachen Intelligenz können sie es mit dreijährigen Kindern aufnehmen. Außerdem haben sie eine ausgeprägte Persönlichkeit, Stimmungsschwankungen und sie tricksen sich bei der Futtersuche gegenseitig aus. Womöglich sind Schweine sogar in der Lage, komplexe Emotionen wie Mitgefühl zu empfinden.

„Wenn sie wissen, dass am Ende eine Leckerei auf sie wartet, finden sie durch jedes Labyrinth – deutlich schneller als die meisten anderen Tierarten“, schreibt bdw-Autor Jan Berndorff im März-Heft von bild der wissenschaft. Schweine hören auf ihren Namen, öffnen Türen, überwinden Hindernisse, spielen Memory und sie wissen, wie ein Spiegel funktioniert.

Dass Schweine besonders reinlich sind, wissen Biologen schon lange. Wenn sie genug Platz haben, richten sie sich verschiedene Funktionsbereiche ein: Schlafplatz, Spielplatz, Toilette. „Beschimpfungen wie ‚dummes Schwein‘ oder ‚dreckiges Schwein‘ verlieren ihren Sinn“, so Berndorff. Auch Freude, Angst, Wut, Panik und Lust empfinden Schweine genauso wie wir Menschen. Warum das wichtig fürs Überleben ist, erfahren Sie vom Verhaltensforscher Kurt Kotrschal, den bdw-Redakteurin Claudia Wolf für die Februar-Ausgabe interviewt hat.

Liesbeth Bolhuis von der Universität Wageningen in den Niederlanden ist überzeugt, dass das komplexe Sozialleben von Schweinen eine wesentliche Rolle bei der Evolution ihrer Intelligenz gespielt hat, genau wie ihr Status als Allesfresser. „Diese Vielseitigkeit erlaubte es Schweinen, ganz unterschiedliche Lebensräume zu erschließen“, sagt die Biologin.

 

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