Soziale Ausgrenzung ähnelt körperlichem Schmerz - wissenschaft.de
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Soziale Ausgrenzung ähnelt körperlichem Schmerz

Bei sozialer Missachtung werden im Gehirn eines Menschen ähnliche Hirnregionen aktiv wie bei körperlich zugefügten Schmerzen. Das berichten amerikanische Forscher im Magazin „Science“ (Bd. 302, S. 290).

Die Hirnforscherin Naomi Eisenberger von der Universität Kalifornien in Los Angeles ließ zusammen mit Kollegen Testpersonen in einem virtuellen Ballspiel gegeneinander antreten. Währenddessen beobachteten die Forscher mit einem Tomographen die Aktivitäten im Gehirn der Probanden. Der Versuch war so geschickt arrangiert, dass einige Teilnehmer sich bei dem Spiel unbeabsichtigt ausgegrenzt fühlen mussten. Andere fühlten sich sogar von ihren Mitspielern absichtlich missachtet.

Die Testpersonen müssen ihre Situation als qualvoll empfunden haben, denn die Forscher beobachten bei ihnen gesteigerte Aktivitäten im Gyrus cinguli, einer Hirnregion, die sich in der Furche zwischen den beiden Hirnhälften befindet. Diese wird auch aktiv, wenn einem Menschen körperlicher Schmerz zugefügt wird.

Unabhängig von den Schmerzen bei einer sozialen Ausgrenzung unterscheidet das Gehirn aber auch, ob ihm die Qualen absichtlich oder unabsichtlich zugefügt wurden, fanden die Forscher. Bei sozialer Missachtung wird zusätzlich noch das rechte Stirnhirn aktiv, von dem schon länger bekannt ist, dass es auf sozial unangenehme Situationen reagiert.

ddp/bdw ? Andreas Wawrzinek
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