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Späte Mutterschaft verringert Eierstockkrebsrisiko

Späte Mutterschaft verringert laut einer neuen Studie aus Schweden das Risiko von Eierstockkrebs. Demnach nimmt das Krebsrisiko um fünfzig Prozent ab, wenn eine Frau ihr erstes Kind im Alter von 45 statt mit 20 Jahren bekommt, berichtet das Wissenschaftsmagazin „New Scientist“.

Epidemiologe Hans-Olov Adami vom Karolinska-Institut in Stockholm fand bei der Untersuchung von 20.000 Frauen heraus, dass mit zunehmendem Alter einer Erstgebärenden das Risiko einer Krebserkrankung der Eierstöcke sinkt. Pro fünf Jahre an Alterszuwachs verringert es sich um zehn Prozent. Je mehr Kinder eine Frau entbindet, umso geringer ist die Erkrankungsgefahr.

Dennoch zahlt es sich für Frauen in Bezug auf das Krebsrisiko nicht unbedingt aus, die Schwangerschaft hinauszuzögern. Denn frühere Studien zeigten, dass Frauen, die in jungen Jahren Mutter werden, ein deutlich geringeres Brustkrebsrisiko haben.

„Die Studie ist ein Beispiel dafür, welche Unvereinbarkeiten in der Krebsforschung vorkommen“, sagt Ian Jacobs, Präsident der British Gynaecological Cancer Society im New Scientist. Der Wissenschaftler und seine Kollegen von der britischen Krebsforschung sehen die Studie kritisch. Für sie ist der Zusammenhang zwischen Eierstockkrebs und dem Alter bei der Geburt nicht eindeutig. Viel entscheidender sei es, ob Frauen längerfristig die Pille zur Empfängnisverhütung eingenommen haben, was das Erkrankungsrisiko senkt, und ob in der Familie gehäuft Fälle von Eierstockkrebs vorkamen. Adami will seine Forschungsergebnisse demnächst im Fachblatt „The Lancet“ veröffentlichen.

In Großbritannien erkranken jährlich rund 6.000 Frauen an Eierstockkrebs, in Deutschland sind es etwa 8.000.

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Almut Bruschke-Reimer
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