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Umwelt+Natur

Sterben kalifornische Seeotter an Katzendreck?

Krankheitskeime aus Katzenkot gefährden möglicherweise die Seeotter in Kalifornien. Die Erreger der Toxoplasmose grassieren unter den vom Aussterben bedrohten Säugern, schreiben amerikanische Forscher in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift „International Journal of Parasitology“. Der ansonsten für Menschen ungefährliche Erreger kann auch bei Kindern im Mutterleib schwere Schäden verursachen.

Melissa Miller und ihre Kollegen von der Universität Kalifornien in Davis entdeckten den Parasiten erstmals bei der Autopsie von Seeottern, die an einer Hirninfektion verendet waren. In ihren weiteren Untersuchungen fanden sie, dass Seeotter, die an der Meeresküste nahe bei Flussmündungen leben, den Erreger besonders häufig tragen. Vermutlich wasche der Regen verseuchten Katzendreck von Rasenflächen und Feldern in die Gewässer, sagen die Forscher.

Bereits 1938 galt der Seeotter in Kalifornien als ausgestorben. Jäger hatten die Tiere beinahe ausgerottet. Der Otter erholte sich jedoch und heute leben rund 2000 Exemplare an der kalifornischen Küste.

ddp/bdw – Florian Sander
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