Anzeige
Anzeige

Gesundheit+Medizin Umwelt+Natur

Tumorzellen ziehen Leuchtspuren hinter sich her

Das Entstehen gefährlicher Krebsmetastasen kann dank eines neuen Verfahrens genauer beobachtet werden als bisher: Amerikanischen Forschern ist es gelungen, einzelne Krebszellen mit fluoreszierenden Nanokristallen zu markieren und deren Verbreitung im Körper von Mäusen anhand von Gewebeproben zu verfolgen. Ihre Ergebnisse stellen die Wissenschaftler um Sanford Simon von der Rockefeller-Universität in New York in der Fachzeitschrift Nature Medicine“ “ vor (DOI: 10.1038/nm1096).

In ihrer Studie injizierten die Forscher Mäusen Krebszellen, die an auch als Quantenpunkte bezeichnete winzige, fluoreszierende Kristalle gekoppelt waren. Deren Reise in die Lungen der Versuchstiere konnten die Wissenschaftler dann durch die so genannte Multiphotonenmikroskopie an Gewebeproben verfolgen. Mit dieser sehr leistungsfähigen Mikroskopiertechnik gelang es den Forschern auch, verschiedene Gruppen markierter Zellen zu unterscheiden, die durch Laserstrahlen gezielt zum Leuchten angeregt wurden. Dabei verhielten sich die markierten Krebszellen nicht anders als unmarkierte Zellen, berichten Simon und seine Kollegen.

Die Forscher untersuchten auch, ob die Quantenpunkte die Gesundheit der Tiere beeinträchtigten. Sie konnten jedoch weder bei den Nagern noch in Zellkulturexperimenten eine schädliche Wirkung der Kristalle feststellen. Mit ihrer Beobachtungsmethode wollen die Wissenschaftler die gefürchtete Metastasenbildung besser verstehen lernen. Das soll die Entwicklung entsprechender Krebsmedikamente vorantreiben. Frühere Versuche hatten bereits gezeigt, dass sich mit Quantenpunkten auch Tumoren in lebenden Tieren aufspüren lassen.

ddp/bdw ? Benjamin Eckenfels
Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Mas|tix|strauch  〈m. 2u; Bot.〉 Sumachgewächs, aus dem durch Anritzen das für Lacke u. Kitte verwendete u. medizin. genutzte Mastix gewonnen wird: Pistacia

Pho|to|gra|phie  〈f. 19〉 = Fotografie

Kron|wi|cke  〈f. 19; Bot.〉 Angehörige einer Gattung der Schmetterlingsblütler, auf sonnigen Hügeln u. an Wiesenrändern vorkommende, niederliegende krautige Pflanze, deren weiße Blüten rosafarbene Fahnen u. einen an der Spitze dunkelpurpurnen Kiel haben: Coronilla varia

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige