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Überzug auf Metall-Implantaten schützt Patienten bei der Kernspintomographie

Ein drei Mikrometer dicker Überzug auf metallischen Implantaten soll Patienten künftig vor Gewebeschäden bei der Kernspintomographie bewahren. Falls die Technik in weiteren Tests erfolgreich ist, könnte die Kernspintomographie bald während Operationen für alle Patienten zur Routine-Untersuchung werden, berichtet das Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ (31. Mai).

Patienten mit Herzschrittmachern oder anderen Metallteilen im Körper können bisher nicht mit der Kernspintomographie untersucht werden. Die verwendeten Radiowellen können durch einen induzierten Stromfluss die Funktion des Schrittmachers so stark stören, dass ein Herzversagen die Folge sein kann. Metallische Implantate können dagegen durch den Stromfluss auf über 70 Grad Celsius aufgeheizt werden ? genug, um das umliegende Gewebe zu schädigen.

Der von der amerikanischen Firma Biophan entwickelte Überzug besteht aus einer Mischung schlecht leitender Nanopartikel und einer isolierenden Grundsubstanz. Radiowellen werden so reflektiert, dass eine Aufladung des Implantats verhindert wird. Zusätzlich wirkt ein Widerstand von mehreren Millionen Megaohm der Erwärmung durch induzierten Stromfluss entgegen.

Bei der Kernspintomographie wird ein starkes Magnetfeld angelegt, zu dem sich die Spins der Wasserstoffatome im Körper eines Menschen parallel beziehungsweise antiparallel ausrichten. Werden sie in Intervallen mit Radiowellen bestrahlt, können sie deren Energie aufnehmen und nach Ende der Bestrahlung wieder freigeben. Die Frequenz dieser emittierten Strahlung ist von Gewebe zu Gewebe verschieden. Durch Verrechnung der unterschiedlichen Signale erzeugt ein Computer Bilder der verschiedenen Körperteile, die je nach Wassergehalt in unterschiedlichen Graustufen erscheinen.

ddp/bdw ? Christine Harbig
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