Vererbtes Brustkrebsrisiko geringer als erwartet - wissenschaft.de
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Vererbtes Brustkrebsrisiko geringer als erwartet

Obwohl Frauen mit einer an Brustkrebs erkrankten Mutter, Schwester oder Tochter ein erhöhtes Risiko für dieses Leiden haben, bleiben die meisten gesund: Bei acht von neun Frauen mit Brustkrebs ist keine der nächsten Verwandten betroffen. Das berichten britische Forscher im Wissenschaftsmagazin „The Lancet“.

Je mehr betroffene Verwandte die Frauen haben, desto größer ist das Risiko, selbst an Brustkrebs zu erkranken, berichten die Experten. Die Anzahl der Krankheitsfälle bei Verwandten ersten Grades (Mütter, Schwestern, Töchter) hat einen größeren Einfluß als das Alter der Angehörigen bei der Erkennung von Brustkrebs. Die Krankheit wird in den meisten Fällen erst in einem Alter von über 50 Jahren festgestellt.

Mitglieder der „Collaborative Group on Hormonal Factors in Breast Cancer“ analysierten 52 getrennte Studien. Sie untersuchten das Brustkrebsrisiko bei Verwandten ersten Grades von fast 60.000 betroffenen und über 100.000 gesunden Frauen. Das Auftreten von Brustkrebs bei Frauen mit einer erkrankten Mutter oder Tochter lag bei 7,8 Prozent. Bei zwei Brustkrebsfällen in der näheren Verwandtschaft bekommen 13,3 Prozent der Frauen Brustkrebs, bei drei Betroffenen sind es bereits über 20 Prozent.

Heike Heinrichs
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