Verletzliche Babyköpfe: Stürze gefährlicher als bisher angenommen - wissenschaft.de
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Verletzliche Babyköpfe: Stürze gefährlicher als bisher angenommen

Ein Sturz auf den Kopf ist für Kleinkinder gefährlicher als von Ärzten bislang angenommen. Noch sehr viel bedrohlicher ist allerdings ein gewaltsamer Stoß des Kopfes auf einen harten Untergrund, berichtet die amerikanische Bioingenieurin Susan Margulies im Journal of Neurosurgery.

Ein Trauma des Gehirns durch einen Sturz oder Schlag gehört zu den häufigsten Todesursachen unter Kleinkindern. Allein in den USA erleiden jedes Jahr etwa 150.000 Kinder auf diese Weise Verletzungen, wobei nach Schätzungen mehr als die Hälfte durch eine willentliche Gewalteinwirkung ihrer Eltern oder Pflegepersonen zu Schaden kommen.

Um die Umstände solcher Vorfälle näher untersuchen und mögliche Gewalttäter besser überführen zu können, hat Margulies die Stürze von Babys mit Hilfe von Dummys untersucht, deren Gewicht und Verletzlichkeit etwa den Verhältnissen bei eineinhalb Monate alten Kindern entsprach.

Die Dummys ließen die Forscher aus 30 bis 150 Zentimeter Höhe auf einen harten oder weichen Boden fallen. Außerdem schlugen Testpersonen die Köpfe der Dummys gegen harte oder weiche Flächen.

Messungen ergaben, dass es beim Aufschlag des Kopfes nicht nur zu lokalen Verletzungen des Gehirns kommen kann, wie bisher angenommen, sondern dass das gesamte Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wird.

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Viel gefährlicher als ein Sturz aus eineinhalb Meter Höhe auf Beton erwies sich jedoch ein absichtlicher Stoß des Kopfes gegen eine harte Fläche. Aber auch durch Schütteln kann ein Baby Gehirnverletzungen davontragen, wie sie durch einem Sturz des Kopfes mit dem gesamten Gewicht des Körpers aus 30 Zentimeter Höhe auf Beton entstehen.

ddp/bdw ? Andreas Wawrzinek
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