Vitamine versus Sport - wissenschaft.de
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Vitamine versus Sport

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Antioxidantien direkt nach dem Sport zu schlucken, scheint einen positiven Effekt der Bewegung zunichte zu machen. Mit diesen Substanzen steigert die Bewegung die Empfindlichkeit des Körpers für Insulin nicht mehr, beobachteten Michael Ristow von der Universität Jena und seine Kollegen in ihrer Studie.

Eine hohe Insulinempfindlichkeit verringert das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken. Vermutlich kurbelten Bewegung und Sport die Bildung freier Sauerstoffradikale an, die dann wiederum die Empfindlichkeit für Insulin erhöhen, erklären Ristow und seine Kollegen den positiven Effekt von Bewegung auf das Diabetesrisiko. Da die Antioxidantien die freien Radikale abfangen, wird durch diese Substanzen, zu denen unter anderem Vitamin C und E gehören, diese positive Wirkung des Sports zunichte gemacht, ergaben die Tests der deutscher Forscher.

Die Wissenschaftler analysierten die Insulinempfindlichkeit und die Menge an freien Radikalen im Blut von zwei Gruppen von Freiwilligen. Die Männer der ersten Gruppe trieben Sport und nahmen täglich Vitamin C und E ein. Die Männer der zweiten Gruppe trieben ebenfalls Sport, bekamen aber keine Vitaminzusätze. Bei den Männern, die Antioxidantien bekamen, zeigte sich nach dem Sport keine Veränderung in der Menge der freien Radikale. Bei den anderen Männern erhöhte sich hingegen die Menge dieser aggressiven Sauerstoffverbindungen. Nach vier Wochen Training hatte sich die Insulinempfindlichkeit nur bei den Männern verbessert, die keine Antioxidantien erhalten hatten.

Michael Ristow (Universität Jena) et al.: PNAS, Online-Vorabveröffentlichung, doi: 10.1073/pnas.0903485106 ddp/wissenschaft.de ? Bele Boeddinghaus
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