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Umwelt+Natur

Vögel zwitschern in Städten in höheren Tönen

Kohlmeisen singen in der Nähe von Straßenkreuzungen in höheren Tönen als ihre Artgenossen in ruhigeren Wohngebieten. Damit stellen die Vögel sicher, dass ihre Gesänge trotz des lauten Stadtlärms noch zu hören sind, berichten niederländische Biologen im Fachmagazin Nature (Bd. 424, S. 267).

Hans Slabbekoorn und Margriet Peet von der Universität Leiden untersuchten den Gesang von Kohlmeisen in lauten und leisen Vierteln der niederländischen Universitätsstadt. Dabei entdeckten sie, dass die Vögel bei großem Hintergrundlärm in höheren Tonlagen singen. Meisen in ruhigen Gebieten benutzen dagegen eher die tiefen Töne ihres Tonspektrums.

Kohlmeisen lernen ihre Gesänge und passen sie an die benachbarter Konkurrenten an, sobald sie ein Territorium besetzt haben. Dadurch sind sie in der Lage, auch auf den in der Stadt vorherrschenden niederfrequenten Lärm zu reagieren.

Für Arten, die nicht zu einer solchen Verhaltensänderung fähig sind, könnte es schwierig sein, in bebauten Gebieten zu brüten, meinen die Forscher. Solche Arten seien daher mit der zunehmenden Ausbreitung von Städten vom Aussterben bedroht.

Der Lärm von Autos, Flugzeugen und Maschinen stellt einen neuen Selektionsdruck für wildlebende Tierarten dar, die über akustische Signale ihre Paarungspartner anlocken. Bislang gibt es jedoch keine Untersuchung dazu, inwieweit der Artenrückgang mit der zunehmenden akustischen Umweltverschmutzung in Zusammenhang steht.

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ddp/bdw ? Christine Harbig
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