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Warum Lachen gesund ist

Lachen verbessert die Durchblutung und beugt somit Herz-Kreislauf-Krankheiten vor. Stress hingegen verlangsamt den Blutfluss und erhöht das Risiko für diese Erkrankungen. Das haben Wissenschaftler der Universität von Maryland in Baltimore herausgefunden. Die Forscher um Michael Miller stellen ihre Ergebnisse auf einer Tagung der Amerikanischen Akademie für Kardiologie in Orlando vor.

Die Forscher ließen 20 gesunde Probanden in einem Abstand von mindestens 48 Stunden jeweils einen Ausschnitt aus einer Komödie und einem Kriegsdrama sehen. Sowohl vor als auch nach dem Film überprüften die Wissenschaftler bei jedem Studienteilnehmer die Durchblutung der Hauptschlagader des Oberarms per Ultraschall. 19 Testpersonen zeigten, nachdem sie die Komödie gesehen hatten, einen beschleunigten Blutfluss. Nach dem Kriegsdrama verschlechterte sich bei 14 von ihnen die Durchblutung. Beide Effekte ließen sich noch mindestens 30 bis 45 Minuten nach Filmende nachweisen.

Durch das Lachen dehnt und erweitert sich das so genannte Endothel, vermuten die Forscher. Das ist das Gewebe, das die Blutgefäße von innen auskleidet. Es reguliert nicht nur den Blutfluss, sondern auch den Innendruck der Blutgefäße und die Blutgerinnung. „Das Endothel spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose und von Gefäßverhärtungen“, erklärt Miller. Lachen trage dazu bei, dieses Gewebe gesund zu halten.

Welche molekularen Faktoren die positiven Effekte beim Lachen hervorrufen, ist den Wissenschaftlern bisher nicht bekannt. Das Gas Stickstoffmonoxid könnte ein solcher Faktor sein. Laut Miller spielt dieses eine Rolle bei der Ausdehnung des Endothels. Mentaler Stress könnte zu einer starken Abnahme von Stickstoffmonoxid und dadurch zu einer Verengung der Blutgefäße führen. Für ein stabiles Herz-Kreislaufsystem empfiehlt der Wissenschaftler, neben regelmäßiger sportlicher Betätigung, jeden Tag mindestens 15 Minuten zu lachen.

ddp/wissenschaft.de ? Sonja Huhndorf
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Bio|ka|ta|ly|sa|tor  〈m. 23〉 in Lebewesen vorkommender Wirkstoff, der in kleinsten Mengen Stoffwechselvorgänge steuert

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