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Was Hundenasen spitze macht

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Dank Schleim in ihrer Nase können Hunde besonders gut riechen.
Ihr spezieller Nasenschleim verschafft Hunden einen exzellenten Geruchssinn: Die Schleimhaut umschließt nicht nur die Nervenzellen mit den Riechrezeptoren, sie bestimmt auch, wo und wie schnell die Duftmoleküle an die Rezeptoren gelangen. Diese Vorauswahl durch den Schleim verbessert das Riechen, haben amerikanische Forscher um Brent Caven von der Pennsylvania State University in University Park herausgefunden. Sie haben die Wege von Duftstoffen im Nasenraum und im Nasenschleim von Hunden mit Computermodellen untersucht. Diese Transportwege in der Hundenase ermöglichen ein optimales Riechen und feines Unterscheiden von Duftnoten.

Die Forscher scannten den Nasenraum eines Hundes mit dem Magnetresonanztomographen und erzeugten ein dreidimensionales Modell der Hundenase. Mit speziellen Computerprogrammen simulierten sie dann einerseits, wie ein Hund die Luft schnüffelt und die hin- und herströmende Luft sich im Nasenraum verteilt. Anderseits untersuchten sie, wie die Duftstoffe nach dem Kontakt mit der Schleimhaut bis zu den Riechrezeptoren weitertransportiert werden.

Sie fanden dabei heraus, dass die Form der Luftströmung, die Duftstoffabsorption in dem Schleim und der Weitertransport im triefenden Medium genau aufeinander abgestimmt sind, um Duftstoffe auf ihrem Weg zu den Riechzellen bereits vorab zu sortieren. Im Schleim wird ein Duftstoffcocktail in kleinere Fraktionen aufgespaltet, die dann örtlich und zeitlich getrennt auf die Riechzellen treffen. Dadurch können Hunde selbst feine Duftnuancen noch unterscheiden.

New Scientist, Ausg. 2684, S. 18 ddp/wissenschaft.de ? Martin Schäfer
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