Wege aus der Antibiotika-Krise - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Gesundheit+Medizin Umwelt+Natur

Wege aus der Antibiotika-Krise

15-11-20-Penicilin-Pilz.jpg
Der Penicillium-Pilz ist Lieferant des heute oft wirkungslosen Antibiotikums Penicillin. (Foto: iStock)
Die Zahlen sind alarmierend: Allein in Deutschland sterben in Krankenhäusern jedes Jahr bis zu 40.000 Menschen durch Antibiotika-Resistenzen. Weltweit könnte die Zahl nach einer Studie der Berliner Charité bis 2050 von derzeit 700.000 auf rund zehn Millionen pro Jahr steigen. Experten sagen: Es ist fünf vor zwölf. Was ist zu tun?

Viele Bakterien sind inzwischen resistent, weil Antibiotika zu häufig oder falsch eingesetzt werden. Es gibt sogar multiresistente Arten, denen gleich mehrere dieser Substanzen nichts anhaben können. Besonders gefürchtet ist dabei das lebensbedrohliche Bakterium S. aureus (MRSA). Ein Ausweg aus der Krise wirkungsloser Antibiotika könnte jetzt die sogenannte Anti-Virulenz sein. Dieses Konzept setzt darauf, die Bakterien nicht zu töten, sondern ihrer Waffen zu berauben.

Diese sind bestimmte Proteine (Virulenzfaktoren), die für die Ausbreitung der Bakterien im Körper sorgen, Zellen zerstören und zu Blutvergiftungen sowie zu Kreislauf- und Organversagen führen können. Ziel der Forscher ist es nun, zu verhindern, dass die Bakterien die Virulenzfaktoren überhaupt erst ausbilden, schreibt Gerlinde Felix in der Dezemberausgabe von bild der wissenschaft und erklärt, welche raffinierten Methoden dabei zum Einsatz kommen. Ein großer Vorteil der Anti-Virulenz gegenüber Antibiotika ist zudem, dass sie die empfindliche Darmflora nicht beeinträchtigt.

Im aktuellen Heft von bild der wissenschaft zeigt bdw-Autorin Felix auf, welche Strategien Forscher entwickeln, bakterielle Infektionen zu bekämpfen, die entstehen, weil Antibiotika nicht mehr helfen.

© wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Liken und keine News mehr verpassen!

Anzeige

Skurril: Gottesanbeterin fängt Fische

Fangschrecke macht Jagd auf Guppys weiter

Eine ganz persönliche "Wolke"

Uns umgebende Organismen und Chemikalien sind so einzigartig wie ein Fingerabdruck weiter

Narkolepsie: Rätsel der Schlafkrankheit gelöst

Autoreaktive T-Zellen greifen Neuronen im Hypothalamus an weiter

Gab es eine dritte Magellansche Wolke?

Verkehrtherum kreisende Sterne könnten aus "geschluckter" dritter Zwerggalaxie stammen weiter

Wissenschaftslexikon

Mond|schein|ta|rif  〈m. 1; Tel.; früher〉 verbilligter Tarif für nachts geführte Telefongespräche

Ge|richts|voll|zie|her  〈m. 3; Rechtsw.〉 Beamter des Gerichts, der Vorladungen zustellt, Pfändungen vornimmt u. Ä.

Epi|kan|thus  〈m.; –; unz.; Med.〉 angeborene sichelförmige Hautfalte am Innenrand des Oberlids, die sich zum Unterlid spannt u. die Vereinigungsstelle von Ober– u. Unterlid am inneren Augenwinkel verdeckt; Sy Mongolenfalte ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige