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Wege aus der Antibiotika-Krise

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Der Penicillium-Pilz ist Lieferant des heute oft wirkungslosen Antibiotikums Penicillin. (Foto: iStock)
Die Zahlen sind alarmierend: Allein in Deutschland sterben in Krankenhäusern jedes Jahr bis zu 40.000 Menschen durch Antibiotika-Resistenzen. Weltweit könnte die Zahl nach einer Studie der Berliner Charité bis 2050 von derzeit 700.000 auf rund zehn Millionen pro Jahr steigen. Experten sagen: Es ist fünf vor zwölf. Was ist zu tun?

Viele Bakterien sind inzwischen resistent, weil Antibiotika zu häufig oder falsch eingesetzt werden. Es gibt sogar multiresistente Arten, denen gleich mehrere dieser Substanzen nichts anhaben können. Besonders gefürchtet ist dabei das lebensbedrohliche Bakterium S. aureus (MRSA). Ein Ausweg aus der Krise wirkungsloser Antibiotika könnte jetzt die sogenannte Anti-Virulenz sein. Dieses Konzept setzt darauf, die Bakterien nicht zu töten, sondern ihrer Waffen zu berauben.

Diese sind bestimmte Proteine (Virulenzfaktoren), die für die Ausbreitung der Bakterien im Körper sorgen, Zellen zerstören und zu Blutvergiftungen sowie zu Kreislauf- und Organversagen führen können. Ziel der Forscher ist es nun, zu verhindern, dass die Bakterien die Virulenzfaktoren überhaupt erst ausbilden, schreibt Gerlinde Felix in der Dezemberausgabe von bild der wissenschaft und erklärt, welche raffinierten Methoden dabei zum Einsatz kommen. Ein großer Vorteil der Anti-Virulenz gegenüber Antibiotika ist zudem, dass sie die empfindliche Darmflora nicht beeinträchtigt.

Im aktuellen Heft von bild der wissenschaft zeigt bdw-Autorin Felix auf, welche Strategien Forscher entwickeln, bakterielle Infektionen zu bekämpfen, die entstehen, weil Antibiotika nicht mehr helfen.

© wissenschaft.de
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