Weibliche Sexualstörungen: Enzym bietet Ansatz für neue Behandlungsmöglichkeit - wissenschaft.de
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Weibliche Sexualstörungen: Enzym bietet Ansatz für neue Behandlungsmöglichkeit

Amerikanische Forscher haben möglicherweise einen neuen Ansatzpunkt für die Behandlung sexueller Funktionsstörungen bei Frauen gefunden. Für die Probleme kann das gleiche Enzym verantwortlich sein, das auch bei Männern die Entstehung sexueller Erregung verhindert. Die Wissenschaftler entdeckten das Enzym namens Arginase II in den Genitalien weiblicher Kaninchen. Indem sie es in seiner Funktion störten, konnten die Forscher bei den Tieren sexuelle Erregung erzeugen. Das berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Biochemistry (Online-Ausgabe vom 26. Juni).

Sexuelle Funktionsstörungen bei Frauen wie etwa mangelnde Erregbarkeit können zum Beispiel durch Herzerkrankungen, Diabetes oder auch die Einnahme von Antidepressiva hervorgerufen werden. Ihre Behandlung war bisher meist erfolglos, da Medikamente wie Viagra bei Frauen kaum wirken.

Einen neuen Angriffspunkt bietet offenbar das Enzym Arginase II, das David Christianson von der Universität von Pennsylvania in Philadelphia und seine Kollegen bei den weiblichen Kaninchen gefunden haben. Durch eine Hemmung des Enzyms konnten die Forscher die Entspannung der glatten Muskulatur und die Durchblutung im Genitalbereich der Tiere verstärken ? alles Voraussetzungen für eine gesunde Sexualfunktion.

Außerdem ist es den Forschern gelungen, die dreidimensionale Gestalt des Enzyms aufzuklären. Dadurch lassen sich in Zukunft leichter Medikamente entwickeln, welche das Enzym in seiner Arbeit stören.

ddp/bdw – Stefanie Offermann
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