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Umwelt+Natur

Wie Fische mit dem Strom schwimmen

Fische manövrieren mit einer energiesparenden Methode durch turbulente Gewässer. Die Tiere nutzen ihren Körper dabei ähnlich wie ein Segler gegen den Wind kreuzt. Das berichten amerikanische Biologen in der Fachzeitschrift Science (Bd. 302, S. 1566).

Wenn Wasser in einem Strom an Objekten vorbeifließt, entsteht eine Reihe kleinerer Wirbel und Strudel. Diese Umgebung simulierten James Liao von der Harvard-Universität in Cambridge und seine Kollegen in einem Wassertank. Die Forscher beobachteten darin das Schwimmverhalten von Forellen unter den turbulenten Umständen mit einer Hochgeschwindigkeitskamera. Zudem statteten sie die Fische mit einer Reihe von Elektroden aus.

Die Fische bewegen sich in einem Slalom zwischen den Wirbeln hindurch und nutzen die Energie jedes einzelnen Strudels, um sich vorwärts treiben zu lassen, ergaben die Beobachtungen. Um auf diese Art und Weise zu schwimmen, benötigen die Tiere verhältnismäßig wenige Muskeln, fanden die Biologen mittels der Elektroden heraus. Damit ist die Art und Weise der Fortbewegung äußerst energiesparend, schreiben die Forscher.

Die Erkenntnisse von Liao und seinen Kollegen könnten möglicherweise helfen, autonome Unterwasserfahrzeuge zu verbessern, die biologische Vorbilder imitieren. Außerdem sind die Ergebnisse für die Konstruktion von Fischtreppen hilfreich, über welche die Tiere beispielsweise Dämme überwinden können.

ddp/bdw ? Cornelia Pfaff
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