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Wie Musiker sich neue Musikstücke einprägen

Musiker lernen ein neues Stück besser, wenn sie sich während des Spielens selbst hören können. Haben sie das Stück jedoch einmal gelernt, verbessert sich dadurch die Qualität ihres Vortrags nicht. Das haben Wissenschaftler der Staatsuniversität Ohio in Columbus in Experimenten mit Pianisten gezeigt. Ihre Ergebnisse, die neue Rückschlüsse über das menschliche Lernverhalten ermöglichen, veröffentlichen die Psychologen um Caroline Palmer im Fachmagazin „Memory and Cognition“.

Bisher gingen die so genannten Matching-Theorien davon aus, dass das Gedächtnis dann am besten funktioniert, wenn sich beim Lernen und bei der Wiedergabe des Gelernten die äußeren Bedingungen möglichst ähneln. Bei Musikern scheint dies jedoch anders zu sein: Haben sie sich einmal ein Musikstück eingeprägt, macht es keinen Unterschied mehr, ob sie sich beim Spielen hören ? die Wiedergabesituation also der Lernsituation entspricht ? oder nicht.

Wichtig für den Erfolg beim Lernen sei einzig, dass die Musiker zu den Bewegungsabläufen beim Spielen auch einen Höreindruck bekommen, erläutert Palmer. Vielfältige Empfindungen würden besser aufgenommen, führt die Psycholgin als Grund an. Zudem gewönnen die Bewegungen beim Spiel durch die Musik an Bedeutung und prägten sich dadurch besser ein.

ddp/bdw ? Ulrich Dewald
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Hüh|ner|au|gen|pflas|ter  〈n. 13; Pharm.〉 Salizylpflaster zum Erweichen von Hühneraugen

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