Wirbel in der Lunge lassen Krankheitserreger anhaften - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Gesundheit+Medizin Umwelt+Natur

Wirbel in der Lunge lassen Krankheitserreger anhaften

Werden Giftstoffe oder Krankheitserreger eingeatmet, verlassen sie keineswegs schon mit dem nächsten Atemzug wieder die Lunge. Vielmehr wird beim Ein- und Ausatmen alte und frische Luft so stark verwirbelt, dass die Partikel lange in der Lunge bleiben und sich leicht festsetzen können. Das schreiben amerikanische Forscher um Akira Tsuda in einer Vorabpublikation des Fachmagazins „Proceedings“ der Amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften.

Das Team von der Harvard-Hochschule für Öffentliche Gesundheit in Boston hatte die Strömungen in Rattenlungen untersucht. Dazu füllten sie die Lungen erst mit einer weißen Silikonlösung und pumpten dann eine blaue Flüssigkeit ein und aus. Um das gegenüber Luft zähere Fließverhalten der Lösungen auszugleichen, dauerten die künstlichen Atemzüge rund fünf Minuten. Dabei bildeten die beiden Flüssigkeiten besonders in den feinen Verästelungen der Lunge heftige Wirbel, fanden die Forscher. Bislang gingen Mediziner davon aus, dass sich beim Atmen die frische Luft mit der alten kaum mischt.
Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Ar|chi|tek|tin  〈[–çi–] f. 22〉 weibl. Architekt

Ein|zel|ga|be  〈f. 19; Med.〉 = Einzeldosis

na|tur|his|to|risch  〈Adj.〉 = naturgeschichtlich

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige