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Zahl der Krebstoten in Europa geringer als befürchtet

Im Jahre 2000 gab es in Europa deutlich weniger Krebstote, als aufgrund der demographischen Entwicklung erwartet werden konnte. Das teilen Forscher der Europäischen Krebsgesellschaft mit Hauptsitz in Viganello-Lugano (Schweiz) mit.

Aufgrund der wachsenden Lebenserwartung waren Statistiker Mitte der achtziger Jahre davon ausgegangen, dass bis zur Jahrtausendwende die Anzahl der Krebstoten in Europa von 850.000 auf etwa 1,3 Millionen ansteigen müsste. Tatsächlich starben im Jahr 2000 an der Krankheit jedoch 940.000 Menschen.

Die Entwicklung könne als Teilerfolg des europäischen Anti-Krebsprogramms gewertet werden, erklärt der Epidemiologe Peter Boyle vom Europäischen Krebs-Institut in Mailand. Ursprünglich hätte man sich vorgenommen, die Zahl der erwarteten Krebstoten um fünfzehn Prozent zu reduzieren. Das ehrgeizige Ziel konnte aber vor allem wegen der zunehmenden Fälle an Lungenkrebs bei Frauen nicht erreicht werden. Insgesamt blieb die Zahl der Toten jedoch neun Prozent unter der Prognose, in Deutschland sogar zehn Prozent.

Die steigende Fallzahl an Lungenkrebs unter Frauen ist eine Folge des zunehmenden Zigaretten-Konsums, erklärt Boyle. Bei Männern sank die durch Rauchen verursachte Krebsrate dagegen. Lediglich in Großbrittanien stieg die Zahl der Lungenkrebsfälle bei Frauen nicht an.

Dass die Zahl der Krebstoten in den vergangenen Jahrzehnten insgesamt angestiegen ist, hängt nicht etwa mit einem ungesünderen Lebenswandel der Menschen zusammen. Der Grund liegt vielmehr in dem viel höheren durchschnittlichen Lebensalter: Je älter ein Mensch wird, desto größer ist das Risiko einer Krebserkrankung.

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ddp/bdw ? Andreas Wawrzinek
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