Wahrig Wissenschaftslexikon grob - wissenschaft.de
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Wahrig Wissenschaftslexikon

grob

grob  〈Adj.; grö|ber, am gröbs|ten〉 1 nicht fein bearbeitet, wenig zerkleinert, aus großen Körnern (Sand, Mehl) 2 in großen Zügen, ohne Einzelheiten 3 stark, dick, derb (Tuch, Stock) 4 plump (Gesichtszüge) 5 unhöflich, unwirsch, ungebildet (Person, Reden) 6 schwer, beschwerlich, mit Schmutz verbunden (Arbeit) 7 stark, schlimm (Fehler) 8 〈Mar.〉 stark bewegt (See) ● dazu kann ich nur ~e Angaben machen ungefähre Angaben; die ~en Arbeiten im Haushalt; ~e Ausdrücke, Reden, Wörter; ~es Benehmen, Betragen; das ist ~er Betrug; ~es Brot aus grobem Mehl gebackenes Brot; ~e Fäden, Papiere, Säcke, Stoffe; ~e Fahrlässigkeit; eine ~e Feile; ich musste ~es Geschütz (gegen ihn) auffahren zu starken Mitteln greifen, energische Maßnahmen anwenden; sie hat von der schweren Arbeit ~e Hände bekommen; ein ~er Irrtum; ein ~er Kerl; einen Plan in ~en Linien, Umrissen festlegen ohne Einzelheiten; das ist eine ~e Lüge, Unwahrheit; ein Mann fürs Grobe 〈a. fig.〉 jmd., der undankbare od. moralisch zweifelhafte Arbeiten erledigt; das ist ein ~er Missbrauch meines Vertrauens; ~es Schuhwerk zum Wandern; ~e See 〈Mar.〉; ein ~es Sieb ein weitmaschiges; in ~em Ton herrschte er mich an; ~er Unfug 〈Rechtsw.〉 strafbare Störung od. Gefährdung der äußeren öffentl. Ordnung durch Belästigung, Beunruhigung od. Gefährdung der Allgemeinheit; hier liegt ein ~es Versehen vor; durch ~es Verschulden; →a. Keil ● jmdn. ~ anfahren, behandeln; einen Gegenstand nur ~ bearbeiten; einen Stein ~ behauen mit kräftigem Gerät; jmdm. ~ kommen 〈umg.〉 unhöflich werden gegen jmdn.; etwas ~ sein gegen jmdn. ● ~ fahrlässig / grobfahrlässig handeln; ~ gehackt = grobgehackt; ~ gemahlen = grobgemahlen ● jmdn. aufs gröbste/Gröbste beschimpfen; er ist endlich aus dem Gröbsten heraus 〈umg.〉 hat das Beschwerlichste hinter sich; die Kinder sind aus dem Gröbsten heraus 〈umg.〉 sie brauchen nicht mehr ständig beaufsichtigt zu werden [<ahd. g(e)rob ”dick, ungeschickt, unfein“; zu idg. *kreup– ”Schorf“ mit Vorsilbe ge–]

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Kehl|de|ckel  〈m. 5; Anat.〉 knorpelige Klappe, die beim Schlucken den Eingang der Luftröhre verschließt, damit keine Nahrungsteile hineingelangen: Epiglottis

Un|ter|haut|zell|ge|we|be  〈n. 13; unz.; Anat.〉 das die Unterhaut bildende Gewebe

einspei|sen  〈V. t.; hat; IT〉 in einen Computer eingeben; Sy einspeichern ... mehr

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