Wahrig Wissenschaftslexikon interkostal - wissenschaft.de
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Wahrig Wissenschaftslexikon

interkostal

in|ter|kos|tal  〈Adj.; Med.〉 zw. den Rippen liegend [<lat. inter ”zwischen“ + costa ”Rippe“]

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Wissenschaftslexikon

Me|mo|ry  〈n. 15〉 1 〈IT〉 Speicher 2 〈®〉 Gesellschaftsspiel für Kinder, bei dem aus einer Anzahl verdeckter Bildkärtchen jeweils gleiche Paare gefunden werden müssen ... mehr

Fo|to|mon|ta|ge  〈[–] f. 19〉 I 〈unz.〉 Zusammensetzung von Bildausschnitten zu einem Gesamtbild von bes. wirkungsvollem Charakter u. dessen nochmalige Fotografie II 〈zählb.〉 das dadurch entstehende Bild ... mehr

Statt einfach wie gewohnt Donnerstags und Freitags morgens in den Hörsaal zu spazieren, den Laptop aufzuklappen, und meine Vorlesung abzuspulen (o.k., ist nicht ganz richtig, ich bereite mich auch nach 20 Jahren immer noch auf die Vorlesungen vor…), ist dieses Semester ja alles anders. Online-Lehre heißt das Zauberwort.

Dass die Vorlesungen an der TU Braunschweig erst am 20.4. losgehen und dann online stattfinden sollen, hat man uns zum Glück schon vor etwa vier Wochen mitgeteilt (die TU Braunschweig ist anscheinend besser organisiert als ein typisches Kultusministerium…). Es gab sogar einige Tipps, wie man das machen soll, und dank unseres Online-Lehrsystems (wir verwenden StudIP) gibt es auch einen Rahmen, wie die Studis einfach an die Online-Vorlesung herankommen.

Naiv könnte man jetzt denken (heißt übersetzt: Naiv habe ich gedacht), dass man einfach seine üblichen 90 Minuten Vorlesung in den Rechner spricht, dazu die Folien aufnimmt, und fertig. Statt 90 Minuten Hörsaal 90 Minuten am Rechner, sollte eher weniger Arbeit sein zumal ich ja nicht mal ans Institut fahren muss, also alles ganz stressfrei.

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Naja, so ähnlich ist es dann auch. Nur dass man natürlich die Videos dann auch nochmal anguckt, und wenn man das schon macht, kann man sie vielleicht auch noch schneiden und editieren, dann lädt man das ganze hoch, und plötzlich merkt man, dass man für 1 Stunde Vorlesung etwa 3-4 Stunden Arbeit investiert.

Für alle, die selbst vor ähnlichen Problemen stehen, folgt jetzt hier meine kurze Sammlung an Tipps und Tricks, wie das Ganze bei mir (hoffentlich, ob die Studis dann auch was lernen, weiß ich ja noch nicht) funktioniert.

Vorneweg: Ich mache Screencasts meiner Vorlesung, das heißt, ich nehme die Folien, die ich sonst an die Wand werfe, auf dem Rechner auf, spreche dazu, mache aber kein Video von mir und meinem Gesicht, so hübsch bin ich nicht anzusehen, außerdem ginge das auch nicht so gut, weil ich den Rechner in den Tablet-Modus klappe und dann quasi über dem Bildschirm schweben müsste, damit man nicht bloß meine (dünnen) Haare sieht.

Voraussetzungen

Was braucht ihr, wenn ihr das genauso machen wollt?

– Euren Vorlesungsrechner. Bei mir mein (uralter) Instituts-Laptop mit Tablet-Funktion, bei dem ich in die Folien reinschreiben kann. (Meine Handschrift ist zwar nicht so schön, aber gerade bei Herleitungen etc. mögen Studis es ganz gern, wenn die Sachen langsam mit der Hand geschrieben werden. Wenn ich echte Vorlesungen halte, kann ich so auch Rückmeldungen der Studis aufschreiben, wenn ich Frage ins Publikum stelle.)

– Die Software zur Vorlesung. Bei mir ist das PDF Annotator, das einzige kommerzielle Produkt in meiner Vorlesungsproduktion. (Folien mache ich mit LaTeX Beamer und dem zugehörigen TU-Layout [das ich vor langer Zeit mal für mich gebaut habe, als die TU ihr neues Design bekam und das dann die Grundlage für die TU-BS-LaTeX-Klasse wurde]). Man soll hier auf den Scienceblogs ja keine Werbung machen, aber PDF Annotator ist schon ziemlich gut, wenn ihr stressfrei in euren pdfs rummalen wollt. (Nein, ich bekomme keine Tantiemen für das Programm, wir nutzen es am Institut mit drei ganz normalen Lizenzen.)

– Ein Headset. Empfehle ich sehr, der Ton vom Mikro auf dem Laptop ist nicht so gut und wenn ihr mit dem Stift auf dem Tablet schreibt, gibt es auch ein komisches kratziges Nebengeräusch.

– Ein Programm zu Screencasten. Unter Windows 10 geht das wohl mit der Gamebar-App auch, aber ich nutze OBS Studio, ein frei verfügbares Programm, das es für alle gängigen Betriebssysteme gibt. (Läuft auch, entgegen der Info auf der Seite, stressfrei unter Windows 7 – mein Laptop ist noch nicht auf Win 10 upgegradet, aber da er hier zuhause auch nicht am Netz ist, ist das egal.)

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