Wahrig Wissenschaftslexikon lachen - wissenschaft.de
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Wahrig Wissenschaftslexikon

lachen

la|chen  〈V. i.; hat〉 durch Stimme u. Verziehen des Gesichts bei raschem, stoßweisem Ausatmen Heiterkeit, Freude od. Spott äußern ● dass ich nicht lache! das ist ja lächerlich, unglaubhaft, unsinnig; er lachte sich eins 〈umg.〉 er triumphierte heimlich; das wäre ja gelacht, wenn wir das nicht könnten! 〈umg.〉 das wäre eine Schande, wenn …; aber sicher können wir das!; Lachen ist die beste Medizin 〈Sprichw.〉 ● sich einen Ast ~ 〈fig.; umg.〉 sehr, (bes.) triumphierend lachen; das Glück lachte ihm 〈poet.〉 er hatte Glück; da ~ ja die Hühner! 〈umg.〉 das ist ja lächerlich; die Sonne lacht 〈poet.〉 sie scheint hell, strahlt; Tränenso lachen, dass die Tränen kommen ● da gibt es nichts zu ~! das ist sehr ernst; er hat bei ihr nichts zu ~ 〈fig.; umg.〉 sie behandelt ihn schlecht od. streng; ja, er kann ~! 〈umg.〉 er hat erreicht, was er will; sich das Lachen verbeißen, verkneifen; das Lachen wird ihm noch vergehen ● freundlich, fröhlich, hämisch, herzhaft, herzlich, laut, leise ~; du hast gut ~! 〈umg.〉 für dich ist es leicht zu lachen, weil du nicht das zu tun brauchst, was ich tun muss; ein lautes Lachen war die Antwort; schallend, dröhnend ~ ● aus vollem Halse ~; jmdm. ins Gesicht ~ ihn frech anlachen; lauthals ~; über jmdn. od. etwas ~ sich über jmdn., etwas lustig machen; über das ganze Gesicht ~; sie lachte nur über seine Drohungen; wer zuletzt lacht, lacht am besten 〈Sprichw.〉 auch für den, der anfangs Pech hat, kann sich noch alles zum Guten wenden; jmdn. zum Lachen bringen; es ist zum Lachen es ist ja lächerlich; mir ist nicht zum Lachen (zumute) ich fühle mich traurig, bin ernst gestimmt ● der ~de Dritte der, der den Vorteil von einer Angelegenheit zw. zweien hat; die ~den Erben 〈umg.; scherzh.〉; ”…!“, sagte er ~d [<ahd. (h)lahhen, engl. laugh; zu idg. *kleg–, *klog, *klg– ”schreien, klingen“; zum idg. Schallwort *kel– ”rufen“;
Verwandt mit: Schall, Schelle1]

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Mo|de|de|sign  〈[–dizn] n. 15〉 das Entwerfen von Modellen im Bereich der Mode

Vor kurzem hatte ich hier anlässlich der von Trump befohlenen Tötung des iranischen Generals Soleimani zum einen die Frage nach der Verantwortung für die Folgen unseres Handelns gestellt, wenn diese Folgen nur bedingt absehbar sind, zum anderen, inwieweit ein utilitaristisches Aufrechnen von Toten Trumps Handeln legitimieren könnte. Ob viele Leben mehr wiegen als eines, der Maxime folgend, dass das größte Wohl für die größte Anzahl von Menschen der Maßstab für richtig und falsch ist (Jeremy Bentham), oder ob man die Auffassung vertritt, dass man nie einen Menschen nur als Mittel, z.B. für das Wohl anderer, betrachten darf (Immanuel Kant), sind Grundfragen der philosophischen Ethik. Kant hat konsequenterweise auch den Tyrannenmord abgelehnt.

Ein wichtiger Diskussionsstrang, und zwar gerade mit Blick auf absehbare Folgen des eigenen Handelns, intendierte wie nichtintendierte, aber bewusst in Kauf genommene, rankt sich dabei um das sogenannte „Trolley-Problem“. Sein Kern: Man sieht einen Zug auf mehrere Personen zurollen und könnte das verhindern, indem man den Zug dadurch stoppt, einen dicken Mann vor den Zug zu werfen. Dieses Gedankenexperiment wird in der Literatur in verschiedenen Varianten durchgespielt, um herauszufinden, wie unsere ethische Intuition funktioniert, was wir als richtig empfinden und was als falsch. In jüngster Zeit ist es hochaktuell geworden, weil es unmittelbare Konsequenzen für die Programmierung selbstfahrender Autos in hypothetischen Unfallszenarios hat.

Hier im Blog ist weder der Raum, um das Trolley-Problem in seiner ganzen Komplexität zu entfalten, noch überschaue ich diese Diskussion in Gänze, daher will ich dazu eigentlich nur ein tolles Buch von David Edmonds empfehlen: „Würden Sie den dicken Mann töten?“, Reclam, Stuttgart 2015. Von David Edmonds gibt es übrigens auch noch ein anderes sehr lesenswertes und auf Deutsch erschienenes Buch, das er zusammen mit John Eidinow geschrieben hat: „Wie Ludwig Wittgenstein Karl Popper mit dem Feuerhaken drohte“. Da geht es aber um ganz andere Themen.

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Beim Stichwort „dicker Mann“ könnte man natürlich auf die Idee kommen, diese Rolle probehalber einmal mit Trump zu besetzen, aber die Geschichte verschiebt sich dadurch in Richtung des Tyrannenmordes. Ebenso, wenn man die Rolle mit Soleimani besetzt. Im Trolley-Problem nimmt aus guten Gründen eine unbeteiligte und unschuldige Person die Rolle des „dicken Mannes“ ein, d.h. zwischen ihr und den durch ihr „Opfer“ zu rettenden Menschen gibt keine Verbindung, keine direkten und keine indirekten. Das grenzt die utilitaristische Frage klar von der Frage der Prävention oder Vergeltung ab.

Falls gelernte Philosophen hier mitlesen und ihnen jetzt die Haare zu Berge stehen: zumindest dieses Problem habe ich nicht.

http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2020/01/19/unser-handeln-unsere-verantwortung-eine-buchempfehlung/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unser-handeln-unsere-verantwortung-eine-buchempfehlung

Ra|don  〈a. [–′–] n.; –s; unz.; chem. Zeichen: Rn〉 chem. Element, radioaktives Edelgas, Ordnungszahl 86; Sy 〈veraltet〉 Niton ... mehr

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