Wahrig Wissenschaftslexikon Pfau - wissenschaft.de
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Wahrig Wissenschaftslexikon

Pfau

Pfau  〈m. 23; Zool.〉 1 Angehöriger einer Gruppe sehr großer Fasanenvögel 2 〈i. e. s.〉 Blauer ~ mit einer Federkrone auf dem Kopf u. im männl. Geschlecht herrlichem Prachtgefieder mit starkverlängerten Schwanzdeckfedern, die in der Balz zu einem Rad aufgerichtet werden: Pavo cristatus ● der ~ schlägt ein Rad; einherstolzieren wie ein ~; sich spreizen wie ein ~ sich eitel benehmen; aufgedonnert wie ein ~ 〈fig.; umg.〉 übermäßig geschminkt u. zurechtgemacht [<ahd. pfawo <lat. pavo; vermutl. ind. Ursprungs]

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Wissenschaftslexikon

Die Internetseite mit dem Klagelaut im Titel serviert seit einiger Zeit welterklärende Häppchen des kanadischen Psychologen Jordan Peterson. Seine Benimm-Psychologie mit 12 Regeln für ein anständiges Leben ist ein Bestseller – ein Kultbuch für Leute, die Regeln lieben. Zum Beispiel, dass man ab und zu eine Katze streicheln solle. Gerade gab es bei Achgut Aufklärung von Professor Peterson über vier grundlegende Ängste des Menschen.

„Eine ist die Angst vor ihrer eigenen Unzulänglichkeit und Böswilligkeit. (…)

Und dann haben wir Angst vor der Gesellschaft, dem unterdrückenden Patriarchat, weil die Gesellschaft uns in vielerlei Hinsicht hart und gnadenlos verurteilt. (…)

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Und dann haben wir natürlich die Angst vor der Natur, und das sollten wir auch. Denn natürlich versucht die Natur mit aller Macht, uns krank und alt zu machen und uns zu töten. (…)

Nicht zuletzt fürchten wir uns vor dem Unbekannten.“

Peterson erklärt diese Aufzählung für abschließend: „Damit hätten wir alle großen Kategorien des Schreckens, denen der Mensch ausgesetzt ist.“ Die vier, keine mehr, fertig.
Allerdings hört man, dass es in diesem Punkt Uneinigkeit unter den Achgut-Denkern gibt. Professor Paulson, der ähnlich erfindungsreich wie Peterson ist, wolle nächste Woche vier andere grundlegende Ängste des Menschen vorstellen:

“Eine ist die Angst vor der Unzulänglichkeit und Böswilligkeit der Anderen.

Und dann haben wir Angst vor der Vereinzelung und dem Fehlen sozialen Miteinanders.

Und dann haben wir natürlich die Angst vor der Industrie, und das sollten wir auch. Denn natürlich versucht die mit aller Macht, uns krank und alt zu machen und uns zu töten.

Nicht zuletzt fürchten wir uns vor der Langeweile des immer Gleichen.“

Die Pluralität der grundlegenden Ängste sei gerechtfertigt. Bei den Ängsten, denen „der Mensch“ ausgesetzt sei, habe Peterson keinen Einheitsmenschen vor Augen gehabt, sondern, worauf die Einzahl seiner Formulierung ja hindeute, einen ganz bestimmten Menschen. Paulson eben einen anderen. Wie es heißt, denke man schon über eine eigene Vier-grundlegende-Ängste-Serie nach. Das passe gut ins Verängstigungs-Portfolio von Achgut und die Projektionsflächen-Methode habe sich auch in anderen Aufklärungsmedien bei Horoskopen bestens bewährt. Man sei bereits in Kontakt mit Fritz Riemann, der unter dem Pseudonym „Dr. Sommer“ die Serie wissenschaftlich betreuen wolle. Peterson hat indes angekündigt, demnächst vier grundlegende Methoden des Menschen vorzustellen, eine Katze zu streicheln und so ein klügerer Mensch zu werden.

http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2020/01/18/jordan-petersons-horoskop-psychologie/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=jordan-petersons-horoskop-psychologie

an|gi|nös  〈Adj.; Med.〉 in der Art einer Angina, auf Angina beruhend

Le|tal|do|sis  〈f.; –, –do|sen; Med.〉 tödliche Menge schädigender Mittel (z. B. Chemikalien, Röntgenstrahlen)

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