Wahrig Wissenschaftslexikon schleifen - wissenschaft.de
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Wahrig Wissenschaftslexikon

schleifen

schlei|fen  〈V.; hat〉 I 〈V. i.〉 in anhaltender Bewegung in derselben Richtung den Boden, eine Fläche berühren ● den kranken Fuß (beim Laufen) ~ lassen; die Kupplung ~ lassen die K. eines Kraftfahrzeugs so betätigen, dass sie nur einen Teil der Motorkraft auf das Getriebe überträgt;〈aber〉 ~ lassen 〈fig.〉 = schleifenlassen ● das Kleid schleift am, über den Boden; das Rad schleift am Schutzblech; mit dem Fuß beim Rad–, Schlittenfahren auf dem Boden, dem Eis, dem Schnee ~ II 〈V. t.〉 1 etwas ~ schleppend nachziehen, über den Boden mitziehen 2 jmdn. ~ 〈fig.; umg.; scherzh.〉 trotz leichten Widerstrebens mitnehmen ● eine Festungniederreißen; einen Sack (hinter sich her, über den Hof) ~; einen Ton ~ 〈Mus.〉 zum nachfolgenden Ton hinüberziehen ● jmdn. mit ins Theater, zu Freunden ~ 〈fig.; umg.; scherzh.〉 III 〈V. t. 218〉 1 etwas ~ 1.1 durch dauernde Bewegung am sich drehenden Schleifstein schärfen  1.2 die Oberfläche von etwas zu einer bestimmten Formen bearbeiten  2 jmdn. ~ 〈fig.; umg.〉 2.1 jmdm. beibringen, wie er sich zu benehmen hat  2.2 〈Soldatenspr.〉 hart ausbilden, schwere körperl. Übungen machen lassen, scharf drillen  ● Bohrer, Messer ~; Edelsteine, Gläser ~; Rekruten ~ ● das Messer ist frisch geschliffen ● geschliffene Formulierungen, Sätze gutgebaute F., S.; geschliffener Stil sehr guter, einwandfreier S. [<ahd. slifan ”gleiten“ + ahd. sleifen ”gleiten lassen, gleiten machen“; zu idg. *(s)leib– ”schleimig, schlüpfrig; glätten, gleiten“; Erweiterung zu *(s)lei– ”schleimig, glitschig“;
Verwandt mit: Schleie, Schleim]

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Köh|ler  〈m. 3; Zool.〉 blauschwarzer Meeresfisch, dessen geräuchertes od. gebratenes Fleisch als ”Seelachs“ gehandelt wird: Pollachius virens [→ Kohl ... mehr

gut  〈Adj.; bes|ser, am bes|ten〉 1 sittlich einwandfrei, edel, hilfreich, liebevoll, selbstlos (Mensch, Mutter, Tat) 2 gutmütig ... mehr

Po|ly|kon|den|sa|ti|on  〈f. 20; Chem.〉 Kondensation zw. Verbindungen mit mindestens zwei reaktionsfähigen Gruppen, wobei kettenförmige od. vernetzte Makromoleküle entstehen, die die Reste der Moleküle der Ausgangsstoffe abwechselnd enthalten, u. kleinere Moleküle wie Wasser od. Ammoniak abgespalten werden

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