Wahrig Wissenschaftslexikon tot - wissenschaft.de
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Wahrig Wissenschaftslexikon

tot

tot  〈Adj.〉 1 gestorben, des Lebens beraubt, leblos 2 〈a. fig.〉 ohne Leben 3 abgestorben (Ast, Baum) 4 〈fig.〉 4.1 öde, unbelebt, ohne Bewegung  4.2 ohne Nutzwert (Ballast, Last)  4.3 nicht weiterführend, nicht nutzbar  4.4 〈umg.〉 erschöpft, sehr müde  ● ~er Arm eines Flusses Arm, der nicht weiterführt; ~e Farben 〈fig.〉 stumpfe, nicht frische, glanzlose Farben; ~es Gewicht Eigengewicht (eines Fahrzeugs); ~es Gleis nicht weiterführendes Gleis, auf dem Eisenbahnwagen abgestellt werden; jmdn. od. etwas aufs ~e Gleis stellen 〈fig.〉 zurückstellen, nicht mehr beachten, handlungsunfähig machen; ~es Kapital Kapital, das keinen Ertrag abwirft; ~es Konto = Sachkonto; ~e Leitung elektrische Leitung, die keine Verbindung herstellt; Toter/~er Mann 〈Bgb.〉 Teil der Grube, in dem nichts mehr abgebaut wird; den ~en Mann machen (beim Schwimmen) bewegungslos rücklings auf dem Wasser liegen; ~er Punkt Punkt, an dem man nicht vorwärtskommt (bei einer Arbeit) od. glaubt, nicht weiterzukönnen; ~er Raum 〈Mil.〉 von Geschossen nicht erreichbares Gebiet; ~es Rennen unentschiedenes Rennen; ~e Sprachen Sprachen, die nicht mehr gesprochen werden; Ggs lebende Sprachen; dies ist heute eine ~e Stadt 〈fig.〉; ein ~er Winkel Raum neben u. hinter dem Kraftfahrzeug, der vom Rückspiegel aus nicht eingesehen werden kann ● ~ und begraben 〈umg.〉 bereits seit sehr langer Zeit vergessen, überholt; der Verschüttete konnte nur ~ geborgen werden; das Kind wurde ~ geboren; sein: seine Eltern sind ~; ihre Liebe ist ~ 〈fig.〉 erloschen; der Verunglückte war sofort ~; sich ~ stellen so tun, als sei man tot, vortäuschen, nicht mehr zu leben; manche Tiere stellen sich ~, um dem Feind zu entgehen; ~ umfallen; ~ zusammenbrechen ● ~ geboren = totgeboren; ~ geglaubt = totgeglaubt; halb ~ = halbtot; lieber ~ als rot es ist besser zu sterben als im Kommunismus zu leben ● einen Vermissten für ~ erklären lassen; sie waren vor Schreck mehr ~ als lebendig 〈umg.; scherzh.〉; er lag da wie ~; →a. Hand [<mhd. tot <ahd. tot, tod <got. dauþs; zu ahd. touwen ”betäubt, bewusstlos werden; hinschwinden“]

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Kie|men|bo|gen  〈m. 4; süddt., österr., schweiz.: 4u; Zool.〉 jeder der fünf letzten der insgesamt sieben Skelettbögen, die bei Wirbeltieren urspr. den Vorderdarm umgeben u. zw. sich die Kiemenspalten freilassen

kü|ret|tie|ren  〈V. t.; hat; Med.〉 die Gebärmutter ~ mit der Kürette ausschaben

Vi|deo|ka|me|ra  〈[vi–] f. 10〉 kleine, tragbare Fernsehkamera zur Anfertigung eigener Filme, die auf Videokassetten gespeichert werden

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