Wahrig Wissenschaftslexikon tragen - wissenschaft.de
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Wahrig Wissenschaftslexikon

tragen

tra|gen  〈V. 260; hat〉 I 〈V. t.〉 jmdn. od. etwas ~ 1 stützen, stützend halten 2 beim Gehen in der Hand, im Arm, auf der Schulter, dem Rücken halten 3 (aufheben u.) fortbringen od. mitnehmen, befördern 4 mit sich führen, an sich haben (Bart, Brille) 5 auf dem Leib haben (Kleidungsstücke) 6 〈fig.〉 auf sich nehmen, ertragen, dulden, aushalten ● ich hab es getragen sieben Jahr, und ich kann es nicht ~ mehr 〈fig.〉 (Fontane, Archibald Douglas); er lief, so schnell, so weit ihn seine Füße trugen ● BedenkenB. haben; Säulen ~ das Dach, den Balkon; der Wind trug den Duft bis zu uns; Einlagen (im Schuh) ~; der Baum trägt (keine) Früchte bringt (keine) F. hervor bzw. hat zur Zeit (keine) F.; die Sache hat (reiche) Früchte getragen 〈fig.〉 hat (guten) Erfolg, (gute) Wirkung gehabt; Gepäck (zum Bahnhof) ~; die Brücke trägt ein Gewicht von nur 10 Tonnen hält aus; ein müdes Kind ~; jmdm. den Koffer ~; die Kostenbezahlen, auf sich nehmen; den Namen des Vaters, der Mutter ~ haben, führen; einen Orden (auf der Brust) ~; der Fluss trägt Schiffe (zum Meer); (viel, wenig, keinen) Schmuck ~; die Schuld (an etwas) ~ schuld (an etwas) sein, die Sch. (an etwas) haben; das Buch, der Film trägt den Titel …; TrauerTrauerkleidung anhaben, trauern; eine Uniform, Tracht ~; den Verlust, den Schaden ~ auf sich nehmen; Zinsenabwerfen ● jmdm. ~ helfen; ich kann das Kleid dieses Jahr noch, nicht mehr ~ anziehen ● den Kopf hoch ~ 〈fig.〉 stolz, selbstbewusst sein; das Haar lang, kurz ~; ein Unglück tapfer ~ 〈fig.〉; wegen unerlaubten Tragens der Uniform bestraft werden ● einen Ring am Finger ~; jmdn., etwas, ein Kind auf den Armen, auf dem Arm ~; eine Last auf dem Kopf, auf den Schultern ~; einen Gegenstand stets bei sich ~; Sorge für etwas ~ 〈fig.〉 für etwas sorgen (dass es geschieht); eine Blume im Haar ~; etwas in der Hand ~; eine Liebe im Herzen ~ jmdn. lieben; den Arm in der Schlinge ~; ein Leiden mit Geduld ~; Verlangen nach etwas ~ etwas begehren, V. nach etwas haben; denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause ~ (Goethe, Faust I, Studierzimmer); ein Kind unter dem Herzen, im Leib ~ 〈veraltet〉 schwanger sein; ein Paket zur Post ~ ● getragene Kleider gebrauchte K. II 〈V. i.〉 1 Frucht tragen (Baum, Feld, Strauch) 2 trächtig sein (Tier) 3 schießen, Reichweite haben (Geschütz, Gewehr) 4 gehört werden (Stimme) 5 eine Last stützen können, Halt geben ● das Eis trägt (schon, noch nicht) ist (schon, noch nicht) so fest, dass man darauf gehen kann, hält (schon, noch nicht) ● der Baum trägt gut, reichlich, schlecht, wenig; seine Stimme trägt sehr gut, schlecht, weit; das Geschütz trägt weit ● zum Tragen kommen zur Auswirkung kommen, wirksam werden, angewendet werden; der Vertrag kam erst nach zwei Jahren zum Tragen ● die ~de Idee, das ~de Motiv die grundlegende I., das grundlegende M.; die ~de Rolle 〈Theat.〉 Hauptrolle; eine ~de Stimme haben weithin hörbare, tönende S.; die Kuh, Sau usw. ist ~d trächtig; →a. getragen III 〈V. refl.〉 sich ~ 1 so viel Ertrag abwerfen, dass kein Zuschuss notwendig ist (Geschäft, Unternehmen) 2 angenehm im Gebrauch sein (Kleidungsstück) ● der Stoff, das Kleid hat sich (nicht) gut getragen ● sich mit dem Gedanken ~, etwas zu tun den G. erwägen, etwas planen [<mhd. tragen <ahd. tragan ”tragen“ <got. gadragan ”ziehen“;
Verwandt mit: Tracht, Getreide]

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Li|po|som  〈n. 11; Med.; Pharm.〉 kugelförmiges, ein– od. mehrschichtiges Gebilde aus Lipiden, das im Inneren der Kugel lipophobe Stoffe (wie best. Arzneimittel) transportieren kann [zu grch. lipos ... mehr

Sprach|er|ken|nung  〈f. 20; unz.; IT〉 automatische Verarbeitung gesprochener Sprache durch den Computer, wobei digitalisierte Töne in Wörter u. Wortfolgen umgesetzt u. gespeichert werden

Me|dul|la  〈f.; –; unz.; Anat.〉 1 Mark, z. B. Knocheninnengewebe, Knochenmark 2 innerste Schicht des Haares ... mehr

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