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01.08.1919

Ungarische Räterepublik am Ende

Im Gefolge des Ersten Weltkriegs übernahm im ungarischen Teil der Habsburger Doppelmonarchie im Oktober 1918 eine bürgerlich-sozialdemokratische Regierung die politische Führung. Der „Ungarische Nationalrat“ beendete die 400 Jahre währende Monarchie im Land und begann mit zahlreichen sozialen und gesellschaftlichen Modernisierungen. Doch Landwirtschaft und Industrie hatten schwer gelitten, es drohten Hungersnöte. Den in den Betrieben gebildeten Arbeiterräten gingen die Ziele des Nationalrats nicht weit genug: Sie forderten die Verstaatlichung von Industrie und Landwirtschaft sowie die Enteignung des Finanzkapitals. Unterstützung erhielten sie von den rund 100 000 ungarischen Soldaten, die sich in russischer Kriegsgefangenschaft den Bolschewiki angeschlossen hatten. Zurück in ihrer Heimat, bildeten sie das Kraftzentrum der Kommunistischen Partei Ungarns. Angeführt wurden sie von dem Journalisten und Politiker Béla Kun, der das Vertrauen Moskaus genoss.

Tatsächlich ging mit Unterstützung der Sozialdemokratie im März 1919 die Macht auf die Kommunisten unter der Führung von Sándor Garbai und Kun über. Im Ausland deutete man dies als Zeichen der bevorstehenden kommunistischen Weltrevolution; die ungarische Entwicklung wurde entschieden bekämpft: Rumänische Truppen besetzten am 1. August 1919 Budapest. Die ungarische „Rote Armee“ musste sich geschlagen geben. Nach 133 Tagen fand die Räterepublik ihr Ende; Tausende ihrer Anhänger wurden im Anschluss getötet.

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Wissenschaftslexikon

Bin|dig|keit  〈f. 20; unz.〉 1 bindige Beschaffenheit 2 〈Chem.〉 Zahl der Atombindungen, die von einem Atom ausgehen ... mehr

Am 20. Mai 2020 endet eine vierjährige Übergangsfrist für das europaweite Verbot von aromatisierten Tabakprodukten. Dabei geht es vor allem um die berühmten Menthol-Zigaretten, die Helmut Schmidt so liebte. Böse Zungen behaupten, die 2-Euro-Münze mit seinem Konterfei sei ursprünglich mit rauchender Hand geplant gewesen, aber das ist natürlich nur eine Verschwörungstheorie.

Keine Verschwörungstheorie ist dagegen, dass Menthol die Atemwege kühlt und leicht betäubt und so das Inhalieren für Anfänger erleichtert. Eine Einstiegshilfe für Jugendliche also. Kein Wunder, dass die Tabakindustrie nach Alternativen sucht. Zufälligerweise hat die Reemtsma-Tochter Rizla, die Zigarettenpapier herstellt, eine „Aroma Card Menthol“ im Angebot, eine mit Menthol getränkte Karte. Die steckt man in die Zigarettenpackung, so dass die Glimmstängel nach einiger Zeit Mentholaroma haben.

Selbstverständlich ist das nur ein Angebot, damit Raucher/innen frei entscheiden können und auf keinen Fall eine Umgehung des Mentholverbots, wie manche Medien unter Berufung auf das Berliner „Forum Rauchfrei“ melden . Schließlich hat die Tabakindustrie keinerlei Interesse daran, dass Jugendliche mit dem Rauchen anfangen und womöglich noch abhängig werden. So was behauptet nur die Pharmaindustrie, hinter der steht Bill Gates und der will uns nur gegen Corona zwangsimpfen. Echt Alter, isch schwör.

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Disclaimer: Dieser Artikel könnte Spuren von Menthol Ironie enthalten.

http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2020/05/19/reemtsma-und-das-verbot-von-metholzigaretten/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=reemtsma-und-das-verbot-von-metholzigaretten

Se|mes|ter|fe|ri|en  〈Pl.; an Hochschulen〉 Zeit zw. zwei Semestern, während der keine Vorlesungen u. Seminare stattfinden

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