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01.05.1951

„Radio Freies Europa“ in Betrieb

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs formierte sich die bipolare Welt im Kalten Krieg: einerseits die USA mit dem Westen, andererseits die Sowjetunion mit ihren Satellitenstaaten. Die USA hatten das Ziel, den im Ostblock herrschenden Kommunismus zu unterminieren; daher wurde das „Nationalkomitee für ein freies Europa“ gegründet. Zu dessen ersten Maßnahmen gehörte der Sender „Radio Freies Europa“. Mit Hilfe von starken Kurz- und Mittelwellensendern sollte die amerikanische Sicht der Dinge die Köpfe der Menschen im Ostblock erreichen. Eine erste Testphase verlief zufriedenstellend. Die Tonträger mit den in den USA produzierten Radiosendungen wurden nach München geflogen und dort von einem Lastwagen aus in Richtung Tschechoslowakei gesendet. München bot sich aufgrund der Lage in der amerikanischen Besatzungszone und der Nähe zum „Eisernen Vorhang“ besonders an.

Am 1. Mai 1951 wurde der reguläre Sendebetrieb am Standort an der Isar aufgenommen. Schwerpunkt des Rundfunkprogramms bildeten Nachrichten, Gottesdienste, politische Hintergrundberichte und kulturelle Beiträge. Die Sendungen waren ausdrücklich an die Länder außerhalb der Sowjetunion gerichtet. Die 1400 Mitarbeiter in Deutschland rekrutierten sich aus osteuropäischen Exilanten, die in ihren Heimatländern größtenteils akademische Berufe ausgeübt hatten. Offiziell finanzierte sich „Radio Freies Europa“ über Spenden, doch tatsächlich stammten seine Mittel aus dem Haushalt des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA.

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