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01.10.1865

Photosynthese erklärt

Ohne sie wäre ein Leben auf der Erde unmöglich: die Photosynthese. Bei diesem Vorgang werden Kohlendioxid und Wasser in Sauerstoff umgewandelt. Schon im 18. Jahrhundert wusste man davon, doch Genaueres über das Wachstum von Pflanzen war nicht bekannt. Dass sich dies änderte, daran war maßgeblich der in Breslau geborene Jude Julius Sachs beteiligt. Im Gegensatz zu seinen Kollegen, die sich eher für die Systematisierung der Pflanzengattungen interessierten, forschte der habilitierte Botaniker darüber, wie Pflanzen keimten, wuchsen und blühten.

Am 1. Oktober 1865 veröffentliche Julius Sachs im Alter von 32 Jahren das „Handbuch für Experimentalphysiologie der Pflanzen“. Darin beschrieb er die Wirkungen des Lichts auf die Vegetation und welche Rolle das Chlorophyll, das Blattgrün, bei der Photosynthese spielte. Über ein einfaches Verfahren einer Jod-Stärke-Probe gelang ihm der Nachweis, dass es Kohlenhydrate waren, die das Chlorophyll bildete. Dazu deckte er einen Teil eines Blattes ab und setzte es für längere Zeit dem Sonnenlicht aus. Anschließend beträufelte er das Blatt mit einer Jodlösung, die das Polysaccharid Stärke nachweisen konnte. Im Ergebnis färbte sich das Blatt nur an der unbedeckten Stelle ein. Unter dem Mikroskop konnte Sachs erkennen, dass sich die Stärke im Blattgrün der Pflanzen bildete. Die entscheidenden Vorgänge der Pflanzenphysiologie waren bestimmt.

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