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10.08.997

Überfall auf Santiago

Nach den Legenden ist nicht ganz klar, unter welchen Umständen genau der Leichnam des 44 n. Chr. enthaupteten Apostels Jakobus des Älteren nach Spanien gelangte und auf dem Gebiet des heutigen Santiago de Compostela bestattet wurde. Es soll dann eine Lichterscheinung gewesen sein, die zu Anfang des 9. Jahrhunderts den Weg zu einem Grab gewiesen habe, in dem man die letzte Ruhestätte des Apostels vermutete. Über diesem Grab wurde eine erste Kirche errichtet, die bereits im ausgehenden 9. Jahrhundert für die Ströme von Pilgern zu klein geworden war und durch eine dreischiffige Basilika ersetzt wurde. Aus dem die Kirche umgebenden kleinen Dorf wurde im 10. Jahrhundert die Stadt Santiago, bereits damals einer der bedeutendsten christlichen Wallfahrtsorte. Das weckte Begehrlichkeiten.

Am 10. August 997 überfielen muslimische Truppen des Kalifen von Córdoba die Stadt. Unter ihrem Heerführer Abu Amir Mohammed ibn Abdallah ibn Abi Amir, genannt Almansor, hatten sie bereits Zamora und Barcelona heimgesucht. Auch Santiago de Compostela wurde erobert, die Kathedrale geschändet, geplündert und zerstört. Allerdings gab Almansor den Befehl, das Apostelgrab unversehrt zu lassen. Versklavte Christen, so heißt es, mussten die Glocken über fast 1000 Kilometer nach Córdoba schleppen. Erst im späten 11. Jahrhundert wurde auf den Überresten des alten Kirchenbaus mit der Errichtung einer neuen, noch größeren und schöneren Kathedrale begonnen.

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