11.04.1865 Patent für Pasteurisierung - wissenschaft.de
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11.04.1865

Patent für Pasteurisierung

Den wertvollen Wein erhitzen? In Kreisen der Winzerschaft galt die Idee eines Mannes namens Louis Pasteur als irrwitzig. Doch der Vorschlag des französischen Chemikers basierte auf wissenschaftlicher Forschung. Im Auftrag von Napoleon III. sollte er ergründen, warum Wein bei langer Lagerung oder langem Transport oftmals ungenießbar wurde – ein Problem für die aufstrebende Weinindustrie Frankreichs. Die Wissenschaft war bis dahin davon ausgegangen, dass lebende Erreger nichts mit den Gärungs- und Fäulnisprozessen im Wein zu tun hatten. Pasteurs Forschungen zeigten aber, dass Mikroorganismen Teil der Stoffumwandlungen waren. Keime führten zu Krankheiten wie dem Essig- oder Milchsäurestich. Und Pasteur lieferte gleich die Abhilfe mit: Die schädlichen Keime im Wein ließen sich durch Erwärmen oder das „Pasteurisieren“ auf 60 Grad neutralisieren. Dadurch wurde der Wein haltbarer.

Am 11. April 1865 meldete Louis Pasteur dieses Verfahren zum Patent an. Die „Pasteurisierung“ setzte sich schnell durch und fand ein weites Anwendungsgebiet. So konnte die Methode des Erwärmens neben Wein auch bei anderen Flüssigkeiten wie Bier oder später Milch zum Einsatz kommen. Heute weiß man, dass vor Pasteur bereits andere auf seine Idee gekommen waren, doch die Winzer hatten sie nicht erreicht, was erst Pasteur gelang.

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