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13.01.1782

Uraufführung der „Räuber“

Die Neugier auf die Uraufführung war groß: Aus nah und fern strömten die Menschen am 13. Januar 1782 nach Mannheim, um im Nationaltheater jenes Stück zu erleben, das schon im Jahr zuvor anonym veröffentlicht worden war und für Furore gesorgt hatte. Der Autor, der 22-jährige Friedrich Schiller, war noch kaum jemandem ein Begriff. Das im 18. Jahrhundert spielende Drama um die rivalisierenden Brüder Karl und Franz Moor – der eine vom gräflichen Vater bevorzugt und freiheitsliebend, der andere eifersüchtig das väterliche Erbe begehrend – bot so viel Kritik am Feudalsystem und der herrschenden Ordnung, dass die Bühnenaufführung gegenüber der Druckausgabe verändert und die Handlung gut 300 Jahre vorverlegt wurde.

Der emotionale Text aber elektrisierte das Publikum trotzdem. Der Saal tobte. Gebannt verfolgte das Publikum, wie Karl Moor, charismatisch und voller ebenso idealistischer wie radikaler Gedanken, sich wegen der Intrigen seines Bruders jenseits aller Ordnung begibt und Anführer einer Räuberbande wird. „Das Theater glich einem Irrenhaus, rollende Augen, geballte Fäuste, heisere Aufschreie im Zuschauerraum … Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Tür. Es war eine allgemeine Auflösung wie ein Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht“, gab ein Zeitzeuge das aufwühlende Erlebnis wieder. Das Drama „Die Räuber“ machte Schiller über Nacht berühmt und zählt zu den bedeutendsten Werken der Epoche des „Sturm und Drang“.

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