14.09.1714 Berliner Synagoge eingeweiht - wissenschaft.de
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14.09.1714

Berliner Synagoge eingeweiht

Geblieben ist von ihr nichts, nur Fundamentreste und eine Gedenktafel erinnern an die erste Synagoge Berlins. Nachdem im 16. Jahrhundert die Juden aus Berlin vertrieben worden waren, durften sich erst 1671 wieder 50 aus Wien ausgewiesene jüdische Familien niederlassen. Ihnen folgten bald über 100 weitere Familien. Es bildete sich eine Gemeinde, die ihre Gottesdienste zunächst nur in Privatsynagogen abhalten durfte. Im 18. Jahrhundert kaufte die jüdische Gemeinde ein Grundstück in der Heidereutergasse 4 in Berlin-Mitte und konnte dort 1712 mit dem Bau einer Synagoge beginnen. Auf etwa 29 mal 19 Metern Grundfläche wurde ein rechteckiger Saalbau mit hohen Rundbogenfenstern errichtet, der einen Meter in den Boden eingelassen war. Damit wurde der Auflage Rechnung getragen, dass der Bau die umliegenden christlichen Gebäude nicht überragen durfte.

Am 14. September 1714 wurde die „Große Synagoge“ im Beisein von Königin Sophie Dorothea, Gemahlin Friedrich Wilhelms I., eingeweiht. Nach einer Renovierung schwärmte ein Publizist in den 1880er Jahren: „Ihre Wände [glänzen] von Weiß, der Sonnenschein dringt durch bunte Scheiben, und schön getäfelt ist die Decke.“ Da sprach man bereits von der „Alten Synagoge“, denn die stark angewachsene jüdische Gemeinde hatte in der Oranienburger Straße die „Neue Synagoge“ errichtet. Die „Alte Synagoge“ aber wurde 1942 bei Bombenangriffen beinahe völlig zerstört und nach Kriegsende abgerissen.

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