15.06.1475 Vatikanische Bibliothek wächst - wissenschaft.de
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15.06.1475

Vatikanische Bibliothek wächst

Papst Nikolaus V. (1447 –1455) war ein großer Bücherfreund. Der Humanist hatte die Idee, eine Bibliothek einzurichten, die nicht allein dem Papst, sondern den Gelehrten der gesamten Kurie offenstehen sollte. Eine unter seinem Vorgänger durchgeführte Inventur der vom Heiligen Stuhl gesammelten griechischen, lateinischen und hebräischen Werke verzeichnete 350 Bände. Nikolaus ordnete, strukturierte und erweiterte den Bestand, der auch nach seinem Tod weiterwuchs, so dass sein Nachfolger Sixtus IV. (1471–1484) bereits auf über 2000 Bände zurückgreifen konnte.

Sixtus IV. machte aus dieser Büchersammlung die moderne Biblioteca Apostolica Vaticana. Am 15. Juni 1475 erließ er die Bulle „Ad decorem militantis ecclesiae“, welche die Bedeutung der Bibliothek für die Bewahrung und Förderung der Gelehrsamkeit herausstellte. Zwei Räume, die Biblioteca latina und die Biblioteca graeca, waren den Gelehrten zugänglich. Davon abgetrennt wurden die Biblioteca secreta mit nicht allgemein zugänglichen Beständen sowie die päpstliche Privatbibliothek. Sixtus IV. bestellte den Humanisten Bartolomeo Platina zum ersten Bibliothekar. Unter seiner Leitung wuchs die Sammlung weiter, so dass die Bibliothek 1481, da zählte man 3500 Bände, räumlich erweitert werden musste: Bereits am Ausgang des 15. Jahrhunderts war die Biblioteca Apostolica Vaticana eine der bedeutendsten der damals bekannten Welt.

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