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16.03.1970

Start von „Trimm Dich“

„Trimm dich und halte dich fit!“: So sang Rudi Carrell 1971. Der Liedtext kam nicht von ungefähr, denn eine regelrechte „Trimm-Dich-Welle“ hatte seinerzeit die Westdeutschen erfasst. Auslöser war eine Kampagne des Deutschen Sportbundes, die in Berlin am 16. März 1970 unter dem Slogan „Trimm Dich durch Sport“ vorgestellt wurde. Initiator des Programms war der Sportfunktionär Jürgen Palm. Mit einem Budget von lediglich 218 000 Mark zielte die Werbeaktion darauf, die Gesundheit der Deutschen durch sportliche Betätigung zu verbessern. Vor allem wollte man das Herzinfarktrisiko senken, das infolge der „Fresswelle“ der Wirtschaftswunderjahre gestiegen war. Als wichtige Zielgruppe der Aktion galten nun auch Frauen; Sport sollte keine reine „Männersache“ mehr bleiben.

Unterstützung erhielt die Aktion von den Krankenkassen und aus der Wirtschaft, aber auch von vielen namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Film und Fernsehen. Sie zeigten sich öffentlich beim Sporttreiben, um für ein „Laufen ohne Schnaufen“ zu werben. Den wichtigsten Beitrag für die bundesweite Wahrnehmung leistete aber das Maskottchen der Kampagne, „Trimmy“. Damaligen Umfragen zufolge war nur der Bundeskanzler noch bekannter. Deutschland wurde zum Land der Sporttreibenden. Die Kampagne lief bis 1994 und brachte dem Breitensport einen großen Erfolg. Die Menschen traten Sportvereinen bei, oder sie verabredeten sich privat zum Sport, unterstützt durch viele „Trimm-Dich-Pfade“, die bevorzugt im Wald entstanden.

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Der Podcast zur Geschichte.

Geschichten von Alexander dem Großen bis ins 21. Jahrhundert. 2x im Monat reden zwei Historiker über ein Thema aus der Geschichte. In Kooperation mit DAMALS – Das Magazin für Geschichte.

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Wissenschaftslexikon

a–Moll  〈n.; –; unz.; Mus.; Zeichen: a〉 auf dem Grundton a beruhende Moll–Tonart

Creutz|feldt–Ja|kob–Krank|heit  〈f. 20; unz.; Med.〉 seltene, durch ein bisher unbekanntes Virus od. Prion verursachte Erkrankung des Gehirns, die mit spastischen Lähmungen, Muskelschwund u. epileptischen Anfällen einhergeht u. meist binnen zwei Jahren zum Tode führt [nach den deutschen Neurologen Hans–Gerhard Creutzfeld, ... mehr

Be|de|ckung  〈f. 20〉 I 〈unz.〉 das Bedecken II 〈zählb.〉 1 Gegenstand zum Bedecken, Decke, Tuch, Brett, Deckel usw. ... mehr

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