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17.05.1642

Keimzelle Montreals gegründet

Lange bevor Europäer 1535 erstmals ihren Fuß auf das Gebiet der heutigen Provinz Québec setzten, war die Region entlang des Sankt-Lorenz-Stroms von den Sankt-Lorenz-Irokesen besiedelt. In der Gegend der Île de Montréal wollten französische „Entdecker“ dauerhaft Fuß fassen, nachdem es dort 1611 bereits unter Samuel de Champlain ein erstes temporäres Fort gegeben hatte. 1641 brach daher eine Gruppe von knapp 50 französischen Kolonisten und Missionaren unter der Leitung des Offiziers Paul Chomedey de Maisonneuve nach Neufrankreich auf.

Am 17. Mai 1642 begannen sie auf der Île de Montréal sogleich mit dem Bau einer permanenten Siedlung, die Chomedey, der erster Gouverneur wurde, Fort Ville-Marie nannte. Er ließ neben Behausungen auch eine Kapelle und ein Hospital errichten. Die Palisaden, die Fort Ville-Marie schützen sollten, wichen bald steinernen Befestigungsanlagen, denn während der blutigen Biberkriege, die die Irokesen gegen Frankreich und die mit ihm verbündeten Nachbarstämme führten, wurde das Fort immer wieder Ziel von Angriffen durch die Indigenen. Ville-Marie prosperierte dennoch und entwickelte sich zum wichtigen Umschlagplatz für den Pelzhandel. 1688 wurde das Fort abgebrochen und an seiner Stelle der Gouverneurspalast errichtet. 1705 benannte man den Ort schließlich in Montréal um. Der einstige Standort des Forts Ville-Marie, das als Keimzelle der Metropole gilt, zählt seit 1924 zu den „National Historic Sites of Québec“.

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